„Biodiversität messbar machen“: FH Kärnten präsentiert ersten Jahresbericht des Forschungszentrums ICEB
FH Kärnten-Geschäftsführer FH-Prof. Dr. Martin Waiguny bezeichnete das Forschungszentrum als wichtigen Schritt, um Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Institutionen stärker miteinander zu vernetzen. „Das ICEB bringt Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichem Sektor zusammen und erfüllt damit in besonderer Weise den Auftrag einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften“, so Waiguny.
Auch Hans Schönegger, Vorstand der Privatstiftung der Kärntner Sparkasse, hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor. Das Forschungszentrum sei ein „herausragendes Beispiel dafür, was starke Partnerschaften möglich machen“.
Im Mittelpunkt der Arbeit des ICEB steht die Entwicklung neuer Methoden und Technologien zur Erfassung und Bewertung biologischer Vielfalt. „Wir möchten Biodiversität messbar machen“, erklärte Zentrumsleiter Michael Jungmeier. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Naturwissenschaften, technischen Disziplinen und Sozialwissenschaften arbeiten dabei in interdisziplinären Forschungsprojekten zusammen.
Während der Pressekonferenz stellten die Forschenden mehrere aktuelle Projekte vor. Dazu zählen unter anderem der Aufbau eines Freilandlabors, neue Methoden zur Erfassung von Biodiversität in landwirtschaftlichen Flächen und Flussökosystemen sowie die Modellierung des Wellenschlags am Wörthersee. Auch Technologien zur Messung von Lichtverschmutzung und deren Auswirkungen auf Ökosysteme wurden präsentiert.
Mit seiner Arbeit will das ICEB Grundlagen für einen besseren Schutz von Lebensräumen schaffen und wissenschaftliche Erkenntnisse stärker in praktische Anwendungen überführen. Der nun veröffentlichte Jahresbericht bietet erstmals einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten und Forschungsschwerpunkte des Zentrums.