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Biodiversität ist so wichtig wie Klimaschutz

17.02.2026

„Der Verlust an Biodiversität ist eine der größten Bedrohungen  für Wirtschaft und Gesellschaft“

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© JuergenPM auf pixabay
Das sagt der zweite Co-Vorsitzende des Weltbiodiversitätsrats IPBES, Stephen Polasky von der University of Minnesota. Und so steht es auch im aktuellen „Business and Biodiversity“-Berichts des Biodiversitätsrats,, den 79 Fachleute zwei Jahre lang erarbeitet haben.

Die Hauptursache des dramatischen Verlustes an Artenvielfalt wird im Bericht so beschrieben: „Was profitabel für Unternehmen ist, führt oft zum Verlust an Biodiversität. Und was gut für die Biodiversität und Gesellschaft ist, ist oft nicht profitabel.“

Die Weltwirtschaft lebt auch heute – 54 Jahre nach dem ersten Bericht das Club of Rome über die Grenzen des Wachstums  – von der Ausbeutung der Natur. Das System arbeitet gegen sich selbst, heißt es dazu im Bericht: „Ein besserer Umgang mit der Natur ist für Unternehmen keine Option, sondern eine Notwendigkeit.“ Dafür gäbe es aber bislang fast keinen Anreiz für Unternehmen, etwas für die Umwelt zu tun. Und die Vergangenheit lehrt, dass freiwillige Selbstverpflichtungen für die Wirtschaft nicht ausreichen.

So hätten sich im Jahr 2023 die privaten und öffentlichen Finanzströme mit direkten negativen Auswirkungen auf die Natur auf schätzungsweise 7.3 Billionen US-Dollar belaufen. Dagegen seien nur etwa 220 Milliarden US-Dollar an öffentlichen und privaten Finanzmitteln in Aktivitäten geflossen, die zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt beitragen. Also über 30 Mal mehr Gelder für die Umweltzerstörung als für den Erhalt der Umwelt. Auch deshalb rotten wir zur Zeit jeden Tag bis zu 180 Tier- und Pflanzenarten aus. Doch die Natur braucht mehrere tausend Jahre, um eine neue Spezies zu schaffen.
 

Das Fazit des Berichts: Nur durch das Eingreifen der Politik kann der Weg frei werden für eine ökologische Wirtschaft. Die Unternehmen allein schaffen das nicht.

Dass aber und wie Biodiversität und Klimawandel miteinander zusammenhängen und nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen, zeigt ein  Bericht des Klimadienstes Copernicus aus dem Jahr 2025  Klimadienstes Copernicus aus dem Jahr 2025. Danach wird auch in Europa der Klimawandel immer deutlicher. Das zeigen zunehmende Waldbrände, eine Vielzahl von Stürmen, Extremniederschlägen und Hitzewellen. Sie verursachten allein 2024 weit mehr als 18 Milliarden Euro an Schäden.
 

Die jüngste Warnung des deutschen Umweltbundesamtes: Die Feinstaub- und Stickoxidwerte in der Hälfte der deutschen Städte liegen deutlich über den vorgeschriebenen Grenzwerten. Die Folgen: Tausende Menschen sterben hierzulande an Herzinfarkten, Herz-Kreislauferkrankungen oder erkranken an Demenz und Alzheimer. Das macht schon mittelfristig die Krankheitskosten hierzulande nicht mehr finanzierbar.

Das wird sich auch in den USA zeigen, wo Präsident Trump soeben den Klimaschutz weiter abgebaut hat. Der Präsident spricht von der „wunderschön sauberen Kohle“ (beautiful clean coal), die weiterhin finanziell unterstützt werden soll. Hoffentlich ziehen viele Wählerinnen und Wähler bei den Herbstwahlen in den USA die richtige Konsequenz. Und die heißt: Trump abwählen und die Kohlekraftwerke bald abschalten.
 

Es zeigt sich wieder einmal:  Klimaschutz und Artenschutz kosten, aber kein Klimaschutz und kein Artenschutz kosten unsere Zukunft und erst recht die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Und alles hängt mit allem zusammen.

 

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17.02.2026 | Autor*in: Franz Alt
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