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Bio–Tragetaschen statt Plastiksackerl

17.06.2007

Verzicht auf Plastiksackerl ist gut für die Umwelt

Wie das Umweltministerium in einer Aussendung berichtet, können jetzt die Kundinnen und Kunden von Interspar mit der bewussten Wahl der Tragetasche das Klima schützen. Die neuen "Bio–Sackerln" aus Kartoffelstärke sind atmungsaktiv, halten Obst, Gemüse oder Gebäck frisch und verhalten sich bei der Entsorgung klimaneutral.
Pro Jahr werden in Österreich 6.000 bis 7.000 Tonnen Tragetaschen aus Polyethylen in Umlauf gebracht. Bei der thermischen Verwertung entstehen rund 13.800 bis 16.100 Tonnen CO2 (Quelle: Umweltbundesamt). Biogene Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen verhalten sich dagegen CO2–neutral und belasten das Klima nicht.
Verpackungen aus Stärke oder anderen biogenen Stoffen wie Zucker oder Zellulose gehören zu einer neuartigen Werkstoffklasse, die bisher eher ein Schattendasein geführt hat. Einsatzmöglichkeiten sind Verpackungschips, Behälter und Schalen aus Stärke, Folien aus Kunststoff–Stärkeblends, Tragetaschen aus Stärke, strohgefüllte Polstertaschen, Folien, Becher, Schalen oder Flaschen. Seit Anfang 2007 werden solche biogenen Verpackungen vom ARA–System erfasst. Die Entsorgung erfolgt gleich wie bei den konventionellen Plastiksackerln, also regional unterschiedlich über die Gelbe Tonne oder den gelben Sack bzw. über den Restmüll. Am Ende steht dabei immer die thermische Verwertung. Eine Entsorgung über den Biomüll ist derzeit aus technischen Gründen noch nicht möglich.
"Mit der Bestellung von zwei Millionen Tragetaschen aus Kartoffelstärke setzt Interspar ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz. Mehr noch: Interspar gibt damit auch einem Umwelttechnologie–Unternehmen aus Österreich eine Chance zu beweisen, dass Klimaschutz ein Wachstumsmarkt ist, auf dem österreichische Firmen in vielen Bereichen zu den Besten der Welt gehören.

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17.06.2007 | Autor*in: litschauer
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