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Bio-Landwirtschaft stärken, globale Abhängigkeiten reduzieren

27.01.2026

Im EU-Agrarministerrat wird  über den Abbau von  EU-Ausgleichszöllen auf Düngemittel debattiert

FeldAckerGerste.jpg
Gerst © HeiKiwi
Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen, sieht einen falschen Fokus: „Ausgleichszölle für importierte, energieintensiv erzeugte Düngemittel zu senken, ist der falsche Weg. Gerade in der aktuellen geopolitischen Lage ist es nötig, dass wir uns von Düngemittelimporten weitestgehend befreien, anstatt Preise für importierten Dünger so weit wie möglich zu drücken.“

Die Bio-Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Preisstabilität. „Bio-Betriebe sind deutlich unabhängiger von externen Betriebsmitteln. Aufgrund der regionalen Kreislaufwirtschaft und der Bewirtschaftung nur mit organischen Düngemitteln ist die Bio-Landwirtschaft von Zöllen, Lieferkettenunterbrechungen oder Gaspreissprüngen praktisch nicht betroffen. Das stabilisiert Preise und sichert die Lebensmittelversorgung auch in unsicheren Zeiten“, hält Voglauer fest.
 

Derzeit stagniert der Bio-Ausbau allerdings in Österreich. „Es braucht endlich die Umsetzung von mindestens 30 Prozent Bio-Anteil im öffentlichen Einkauf. Für die nächste GAP-Periode muss der Fokus auf der Bio-Landwirtschaft liegen, und noch heuer braucht es dringend eine Lösung für den Neu-Einstieg in die Bio-Förderung für Betriebe, die jetzt auf biologische Bewirtschaftung umstellen wollen“, sagt die Landwirtschaftssprecherin der Grünen.

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