Bio auch in China
Wer von Chinas Wirtschaft spricht, erzählt gern von Superlativen: Größter Binnenmarkt, höchste Wachstumsrate – diese Argumentationen sind bekannt. Aber für die Chinesen selbst rückt immer mehr das Thema Qualität in den Vordergrund. Starkes Interesse gibt es auch ökologisch erzeugten Güter, was China zum vielleicht vielversprechendsten Zukunftsmarkt der Biobranche macht. Weil eine biologisch orientierte Landwirtschaft wichtige Impulse für die Entwicklung des Landes geben kann, kooperiert Nürnberg Global Fairs seit heuer mit der Deutschen Investitions– und Entwicklungsgesellschaft (DEG) sowie Behörden und Verbänden vor Ort.
Ziele des auf zwei Jahre angelegten Public Private Partnership: Die Entwicklung eines ökologischen Bewusstseins sowie dieUnterstützung beim Aufbau von Handelsstrukturen im chinesischen Biosektor. In den kommenden Jahren soll – analog zur Weltleitmesse BioFach in Nürnberg und korrespondierenden Fachmessen in Japan, Nord– und Südamerika – eine BioFach China als zentrale Veranstaltung etabliert werden.
Dass Biowaren die Müsli–Nische verlassen haben, ist spätestens seit dem letzten Trendbericht von Matthias Horx (Trendreport Bio, Kelkheim 2005) kein Geheimnis mehr. Zahlen sprechen eine eigene Sprache: 26,5 Milliarden US–Dollar schwer war der Biomarkt im Jahr 2004 weltweit, bei stark steigender Tendenz in allen Einzelmärkten. Man muss kein Hellseher sein, um dem Bereich auch in China Wachstumsraten zu stellen. Noch ist das Reich der Mitte stark von exzessiv betriebener konventioneller Landwirtschaft geprägt. So konnte das Riesenreich zwar die eigene Versorgung mit Grundnahrungsmitteln kurzfristig sicherstellen – allerdings mit fatalen Konsequenzen: Rücksichtslose Anbaumethoden führten zu erheblichen Verlusten an fruchtbarem Boden und gefährden die Grundversorgung heute wieder. Die Bedeutung des Problems wurde von der Zentralregierung erkannt, an Gegenmaßnahmen – darunter dem Aufbau einer umweltverträglichen Landwirtschaft – besteht lebhaftes Interesse. Ein Beispiel ist die vom Wirtschaftsministerium angestoßene Initiative „Three Green", die auf Unternehmens– und Verbraucherseite einen Prozess des Umdenkens zum Ziel hat.
Ziele des auf zwei Jahre angelegten Public Private Partnership: Die Entwicklung eines ökologischen Bewusstseins sowie dieUnterstützung beim Aufbau von Handelsstrukturen im chinesischen Biosektor. In den kommenden Jahren soll – analog zur Weltleitmesse BioFach in Nürnberg und korrespondierenden Fachmessen in Japan, Nord– und Südamerika – eine BioFach China als zentrale Veranstaltung etabliert werden.
Dass Biowaren die Müsli–Nische verlassen haben, ist spätestens seit dem letzten Trendbericht von Matthias Horx (Trendreport Bio, Kelkheim 2005) kein Geheimnis mehr. Zahlen sprechen eine eigene Sprache: 26,5 Milliarden US–Dollar schwer war der Biomarkt im Jahr 2004 weltweit, bei stark steigender Tendenz in allen Einzelmärkten. Man muss kein Hellseher sein, um dem Bereich auch in China Wachstumsraten zu stellen. Noch ist das Reich der Mitte stark von exzessiv betriebener konventioneller Landwirtschaft geprägt. So konnte das Riesenreich zwar die eigene Versorgung mit Grundnahrungsmitteln kurzfristig sicherstellen – allerdings mit fatalen Konsequenzen: Rücksichtslose Anbaumethoden führten zu erheblichen Verlusten an fruchtbarem Boden und gefährden die Grundversorgung heute wieder. Die Bedeutung des Problems wurde von der Zentralregierung erkannt, an Gegenmaßnahmen – darunter dem Aufbau einer umweltverträglichen Landwirtschaft – besteht lebhaftes Interesse. Ein Beispiel ist die vom Wirtschaftsministerium angestoßene Initiative „Three Green", die auf Unternehmens– und Verbraucherseite einen Prozess des Umdenkens zum Ziel hat.
Bald Bio–Boom in China ?
Die Entwicklung einer ökologischen Landwirtschaft birgt verschiedene Vorteile: So kann dem Raubbau an der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche Einhalt geboten werden. Positive Auswirkungen auf Klima, Artenvielfalt, Bodenschutz und Trinkwasserqualität sind mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen. Gleichzeitig bietet die biologische Landwirtschaft Chancen für kleine und mittlere Betriebe und die vermehrte Schaffung konkurrenzfähiger Arbeitsplätze in von Verödung bedrohten Landstrichen. Die Nachfrage steigt – eine immer wohlhabendere Mittelschicht in den chinesischen Städten fordert die Versorgung mit hochwertigeren und gesunden Lebensmitteln. Hier ist der Öko–Landbau mit seinen Grundsätzen zur Lebensmittelherstellung das Leitbild der Wahl.
Genügend Argumente, um Unternehmen und Entwicklungsbehörden im In– und Ausland zu einer Kooperation zusammenzuführen. In Deutschland übernimmt hierfür Nürnberg Global Fairs gemeinsam mit der DEG die Initiative. Für die hundertprozentige Tochter der NürnbergMesse zählt China neben Lateinamerika, USA und Japan zu den Bioregionen von besonderer Bedeutung. Um langfristig das Konzept der Weltleitmesse BioFach Nürnberg auch im Boom–Markt China zu etablieren, werden jetzt die nötigen Strukturen und Kontakte geschaffen. Dabei kommen den Veranstaltern ihre vielfältigen Erfahrungen im chinesischen Markt zugute.
Das zunächst auf zwei Jahre angelegte Vorhaben mit der DEG soll sowohl das öffentliche Bewusstsein schärfen als auch Initiativen zur lokalen und internationalen Vermarktung entwickeln, um Herstellung und Handel von Biowaren zu intensivieren. Angestrebt wird dafür die Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen. Unter anderem werden Kongresse und Seminare für Entscheidungsträger, Multiplikatoren, Erzeuger und Verbraucher angeboten, die ein Kooperationsnetzwerk schaffen sollen: Grundlage und Kern einer späteren BioFach China
Genügend Argumente, um Unternehmen und Entwicklungsbehörden im In– und Ausland zu einer Kooperation zusammenzuführen. In Deutschland übernimmt hierfür Nürnberg Global Fairs gemeinsam mit der DEG die Initiative. Für die hundertprozentige Tochter der NürnbergMesse zählt China neben Lateinamerika, USA und Japan zu den Bioregionen von besonderer Bedeutung. Um langfristig das Konzept der Weltleitmesse BioFach Nürnberg auch im Boom–Markt China zu etablieren, werden jetzt die nötigen Strukturen und Kontakte geschaffen. Dabei kommen den Veranstaltern ihre vielfältigen Erfahrungen im chinesischen Markt zugute.
Das zunächst auf zwei Jahre angelegte Vorhaben mit der DEG soll sowohl das öffentliche Bewusstsein schärfen als auch Initiativen zur lokalen und internationalen Vermarktung entwickeln, um Herstellung und Handel von Biowaren zu intensivieren. Angestrebt wird dafür die Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen. Unter anderem werden Kongresse und Seminare für Entscheidungsträger, Multiplikatoren, Erzeuger und Verbraucher angeboten, die ein Kooperationsnetzwerk schaffen sollen: Grundlage und Kern einer späteren BioFach China
Vorbild BioFach América Latina
Auch in Brasilien baut Nürnberg Global Fairs in Kooperation mit der DEG einen noch jungen, Biomarkt auf. Mit Seminaren und Kongressen wurde der Boden bereitet, das Spektrum der Teilnehmer reichte dabei von Einzelbauern über kleine und mittlere Unternehmen bis hin zum Hochschulprofessor. Ungewöhnlich: Im Rahmen des Projektes unterstützen die Kooperationspartner Kleinbauern und Kleinstunternehmen beim Markteintritt. Ein nachhaltiges Messe–Engagement, das der BioFach die langfristige Positionierung als unverzichtbare Veranstaltung in einem dann entwickelten Markt erlaubt – wie es in einigen Jahren auch in China der Fall sein könnte.