Billig – Billiger – am Billigsten
Sämtliche Konsumgüter sind über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten betrachtet dramatisch billiger geworden, wenn man die Preise in Beziehung zu den Einkommen sieht. Vor allem Lebensmittel, technische Geräte, Bekleidung und nicht zuletzt auch der ständig teuer geredete Benzin. Lediglich die Dienstleistungen kosten heute um einiges mehr als vor 40 Jahren.
Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift „die neue UMWELT„ von „die umweltbera–tung„ in ihrer aktuellen Ausgabe. Chefredakteur Christian Brandstätter: „Ausgangs–punkt für die Recherche war das unerträgliche Jammern diverser Autofahrer–Lobbies über den angeblich so hohen Benzinpreis. Unsere Recherchen haben ergeben, dass bezogen auf das Durchschnittseinkommen genau das Gegenteil der Fall ist: Benzin kostet heute gerade noch ein Drittel im Vergleich zum Jahr 1960.„
„die neue UMWELT„ hat sich für diese Berechnung die Tatsache zunutze gemacht, dass die Schillingeinkommen von 1960 exakt den Euroeinkommen des Jahres 2002 entsprechen. Das Durchschnittsbruttogehalt aller unselbstständig Beschäftigten lag im Jahr 1960 bei 1.637 Schilling, 2002 waren es 1.629 Euro.
Angelehnt an das Einkommen, müssten also die Euro–Verbraucherpreise von heute auch den Schilling–Preisen von damals entsprechen.
Weit gefehlt! Alle Konsumgüter sind in Bezug auf das Einkommen billiger geworden (siehe Tabelle) nur für Dienstleistungen müssen wir heute tiefer ins Börsel greifen.
Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift „die neue UMWELT„ von „die umweltbera–tung„ in ihrer aktuellen Ausgabe. Chefredakteur Christian Brandstätter: „Ausgangs–punkt für die Recherche war das unerträgliche Jammern diverser Autofahrer–Lobbies über den angeblich so hohen Benzinpreis. Unsere Recherchen haben ergeben, dass bezogen auf das Durchschnittseinkommen genau das Gegenteil der Fall ist: Benzin kostet heute gerade noch ein Drittel im Vergleich zum Jahr 1960.„
„die neue UMWELT„ hat sich für diese Berechnung die Tatsache zunutze gemacht, dass die Schillingeinkommen von 1960 exakt den Euroeinkommen des Jahres 2002 entsprechen. Das Durchschnittsbruttogehalt aller unselbstständig Beschäftigten lag im Jahr 1960 bei 1.637 Schilling, 2002 waren es 1.629 Euro.
Angelehnt an das Einkommen, müssten also die Euro–Verbraucherpreise von heute auch den Schilling–Preisen von damals entsprechen.
Weit gefehlt! Alle Konsumgüter sind in Bezug auf das Einkommen billiger geworden (siehe Tabelle) nur für Dienstleistungen müssen wir heute tiefer ins Börsel greifen.
Welche Schlüsse lassen sich nun daraus ziehen?
1. Die extrem billigen Preise für Lebensmittel machen es den Bauern und Bäue–rinnen schier unmöglich, wirtschaftlich sinnvoll zu produzieren. Lediglich die Ag–rarindustrie mit all ihren negativen Folgen wie Massentierhaltung oder Einsatz von Gentechnik kann da wirtschaftlich noch mithalten. Aber auch nur deshalb, weil fast die Hälfte des EU–Budgets in die Landwirtschaft gepumpt wird. „Wenn man bedenkt, dass bei den Milchbauern der Stundenlohn bisweilen unter einem Euro liegt, wundert es mich gar nicht, dass niemand mehr Bauer werden möchte„; bringt es Ernst Halbmayr, Biobauer aus dem Mostviertel auf dem Punkt. Fairer Handel und faire Preise sind nicht nur ein Thema für die Entwicklungszusammenarbeit mit den Ländern der dritten Welt sondern auch für unsere heimische Landwirtschaft!
2. Apropos Entwicklungszusammenarbeit: Die Dumpingpreise im Bereich der Textilien haben dazu geführt, dass die Produktion zunehmend in Billiglohnländer ausgelagert wurde. Das hat bei uns eine Vielzahl an Arbeitsplätzen vernichtet und in der dritten Welt jede Menge Probleme gebracht. Heute müssen wir, wenn wir noch einen Funken an Solidarität in uns verspüren, Kampagnen unterstützen, die sich gegen Billigstpreise auf Kosten der Ausbeutung von Kindersklaven in den Fertigungsfabriken richten. Auch hier gilt die Forderung nach fairen Preisen, die gerechte Arbeitsbedingungen ermöglichen.
3.Besonders deutlich ist an diesem Preisvergleich auch die Entwicklung der Weg–werfgesellschaft zu erkennen. Die Preise für technische Geräte sind extrem ge–sunken, während sich die Kosten für die Dienstleistungen – sprich Reparatur – deutlich erhöht haben. Irgendwann im Laufe der Zeit war es dann einfach billiger, gleich ein neues Gerät zu kaufen, anstatt das alte zu reparieren. „Das Rechen–beispiel zeigt, dass die von uns geforderte Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Reparaturdienstleistungen von 20% auf 10% dringend notwendig ist. Repara–tur leistet einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung,„ kommentiert Sepp Eisenriegler, Geschäftsführer des Reparatur– und Servicezentrums R.U.S.Z und Obmann von „die umweltberatung„ Österreich die Zahlen.
Eine Gegenstrategie zu dieser Entwicklung sieht „die umweltberatung„ vor allem in ei–ner ökologischen Steuerreform. „Die Steuern auf die Arbeitskraft müssen deutlich verringert werden. Im Gegenzug müssen Energie, umweltschädlicher Verkehr und der Verbrauch von Ressourcen teurer werden,„ fordert Peter Haftner, Energieexperte von „die umweltberatung„. „Gerade beim Benzinpreis ist – wie man an dem Preisvergleich erkennen kann – noch genügend Spielraum nach oben da.„
2. Apropos Entwicklungszusammenarbeit: Die Dumpingpreise im Bereich der Textilien haben dazu geführt, dass die Produktion zunehmend in Billiglohnländer ausgelagert wurde. Das hat bei uns eine Vielzahl an Arbeitsplätzen vernichtet und in der dritten Welt jede Menge Probleme gebracht. Heute müssen wir, wenn wir noch einen Funken an Solidarität in uns verspüren, Kampagnen unterstützen, die sich gegen Billigstpreise auf Kosten der Ausbeutung von Kindersklaven in den Fertigungsfabriken richten. Auch hier gilt die Forderung nach fairen Preisen, die gerechte Arbeitsbedingungen ermöglichen.
3.Besonders deutlich ist an diesem Preisvergleich auch die Entwicklung der Weg–werfgesellschaft zu erkennen. Die Preise für technische Geräte sind extrem ge–sunken, während sich die Kosten für die Dienstleistungen – sprich Reparatur – deutlich erhöht haben. Irgendwann im Laufe der Zeit war es dann einfach billiger, gleich ein neues Gerät zu kaufen, anstatt das alte zu reparieren. „Das Rechen–beispiel zeigt, dass die von uns geforderte Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Reparaturdienstleistungen von 20% auf 10% dringend notwendig ist. Repara–tur leistet einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung,„ kommentiert Sepp Eisenriegler, Geschäftsführer des Reparatur– und Servicezentrums R.U.S.Z und Obmann von „die umweltberatung„ Österreich die Zahlen.
Eine Gegenstrategie zu dieser Entwicklung sieht „die umweltberatung„ vor allem in ei–ner ökologischen Steuerreform. „Die Steuern auf die Arbeitskraft müssen deutlich verringert werden. Im Gegenzug müssen Energie, umweltschädlicher Verkehr und der Verbrauch von Ressourcen teurer werden,„ fordert Peter Haftner, Energieexperte von „die umweltberatung„. „Gerade beim Benzinpreis ist – wie man an dem Preisvergleich erkennen kann – noch genügend Spielraum nach oben da.„
Einige ausgewählte Produkte aus dem Warenkorb 1960 und 2004
In Bezug auf das Durchschnittseinkommen 1.637 ÖS (1960) zu 1.629 Euro (2002) kann auch das Umrechnungsverhältnis Schilling zu Euro mit 1:1 angenommen werden. Das bedeutet, dass die Schillingpreise von 1960 genau den Europreisen von heute entsprechen müssten, wenn alles in Bezug auf die Einkommen gleich viel kosten würde.
Detaillierter Preisvergleich im beiliegenden PDF–File!
Ergebnis: Die Konsumgüter sind allesamt wesentlich günstiger, die Dienstleistungen teurer geworden!
Detaillierter Preisvergleich im beiliegenden PDF–File!
Ergebnis: Die Konsumgüter sind allesamt wesentlich günstiger, die Dienstleistungen teurer geworden!