Betolar revolutioniert Rohstoffgewinnung und Zementproduktion – ein doppelter Gewinn für Umwelt und Wirtschaft
Kannonkoski/Finland - Die Innovation verbindet die Rückgewinnung wertvoller Metalle aus Industrieabfällen mit der Produktion eines kohlenstoffarmen Zementersatzes – dem sogenannten "grünen Zement". Grundlage sind ungenutzte Nebenströme aus der Metall- und Bergbauindustrie, wie Schlacke und Abraum, die bislang als Problemstoffe galten. Nun werden sie zu Rohstoffquellen mit enormem Potenzial.
„Wir haben ein Verfahren geschaffen, das nicht nur wertvolle Metalle zurückgewinnt, sondern gleichzeitig die Reste zu einem nachhaltigen Bindemittel weiterverwertet. Das ist echte Kreislaufwirtschaft“, sagt Tuija Kalpala, CEO von Betolar.
Mit weltweit jährlich rund 500 Millionen Tonnen ungenutzter Schlacke aus der Metallindustrie ließen sich laut Betolar bis zu 10 % des globalen Zementbedarfs decken. Dies würde die weltweiten CO₂-Emissionen um etwa ein Prozent senken – und das bei gleichzeitiger Schonung natürlicher Ressourcen.
Zusätzlich zu bestehenden Patenten hat Betolar sieben neue Patentanträge eingereicht, um das Verfahren international abzusichern. Der Markt ist riesig: Allein rund 1.000 Stahlwerke weltweit könnten vom neuen Verfahren profitieren. Für sie bietet sich nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein wirtschaftlicher Vorteil durch die Rückgewinnung seltener Metalle. Zusätzlich ist das Potenzial der Nutzung von Abraumhalden aus der Bergbauindustrie im Vergleich dazu noch um ein Vielfaches größer.
„Unsere Lösung ist nicht nur schnell und kosteneffizient umsetzbar, sondern verbessert auch den Zustand belasteter Industrielandschaften – ein echter Durchbruch für Umwelt und Industrie“, so Kalpala.
In Finnland wurde das Produkt bereits mit mehren Innnovationspreisen ausgezeichnet und Betolar gilt als ein Wegbereiter für Kreislaufwirtschaft und Spezialist für Materialtechnologie.