BBU protestiert gegen Genehmigung für russische Brennelemente in Lingen
Der BBU fordert weiterhin die Stilllegung der Lingener Brennelementefabrik. Nach Ansicht des Verbandes hätte die Politik die Möglichkeit, die Anlage zu schließen. „Es ist ein großer Skandal, dass eine derart veraltete Atomfabrik überhaupt noch produzieren darf und damit den beschlossenen Atomausstieg unterläuft“, erklärt BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.
Kritik übt der Verband auch an den mit dem Betrieb verbundenen Atomtransporten, darunter Urantransporte aus Russland. Zudem verweist der BBU auf die ungelöste Frage der langfristigen Lagerung radioaktiver Abfälle. Die Fabrik ist seit 1979 in Betrieb; laut BBU wurden bis Ende 2024 rund 150 Störfälle registriert.
Mit der nun erteilten Genehmigung sieht der Verband die Debatte über die Zukunft der Anlage keineswegs als beendet. Der BBU fordert, die Kooperation mit dem russischen Atomkonzern Rosatom zu stoppen und die Brennelementefabrik in Lingen nach dem Vorbild der bereits stillgelegten Anlagen in Hanau ebenfalls vom Netz zu nehmen.