Baustart auf der Verbindungsbahn: Neue Stationen und bessere Anbindungen für den Westen Wiens
Für den stellvertretenden Bezirksvorsteher Marcel Höckner (SPÖ) markiert der Baustart einen entscheidenden Schritt für die zukünftige Mobilität im Bezirk. Gleichzeitig betont er die Bedeutung einer transparenten Kommunikation mit der Bevölkerung:
„Bei einem derartig großen Projekt ist die laufende Information der Bevölkerung unbedingt notwendig. Daher ist es wichtig, dass es eine Ombudsstelle geben wird“, so Höckner. Besonders wichtig sei eine niederschwellige Kommunikationsstruktur, um Vertrauen aufzubauen und Konflikte frühzeitig zu entschärfen.
Positiv bewertet er auch die Zusage der ÖBB, den Infopoint in der Speisinger Straße wieder zu eröffnen. Dieser soll künftig als zentrale Anlaufstelle für Anrainerinnen und Anrainer dienen. Darüber hinaus fordert Höckner einen regelmäßigen Austausch zwischen Bezirkspolitik und ÖBB. Die Arbeitsgruppen in der Bezirksvertretung müssten rasch wieder aufgenommen werden, um Fragen zur Gestaltung der neuen Stationen, Plätze und der Bereiche unter der geplanten Hochtrasse zu diskutieren.
Gerade diese Flächen unter der Hochtrasse sieht SPÖ-Bezirksrat Flavio Schily als große Chance für den Bezirk: „Diese Räume dürfen nicht zu dunklen, ungenutzten Zonen verkommen“, betont Schily. Stattdessen könnten dort gut beleuchtete und öffentlich zugängliche Bereiche entstehen, etwa mit einer Parkanlage sowie zusätzlichen Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende. Damit könne ein echter Mehrwert für das Grätzl geschaffen werden.
Neben der Mobilität spielt auch der Erhalt von Grünräumen eine zentrale Rolle. Zwar sei der Ausbau des öffentlichen Verkehrs notwendig, gleichzeitig müsse jedoch auf ausreichende Ersatzpflanzungen geachtet werden. „Jeder Baum verbessert das Mikroklima und die Aufenthaltsqualität im Bezirk“, hält Höckner fest. Ziel sei es daher, möglichst viele bestehende Bäume zu erhalten und zusätzliche Grünflächen zu schaffen.
Eine besondere Herausforderung bleibt die Sperre der S80 bis Ende 2027. Dennoch sehen die Bezirkspolitiker in der geplanten Station Hietzinger Hauptstraße im Schienenersatzverkehr eine sinnvolle Übergangslösung. Langfristig soll dort eine der neuen S-Bahn-Stationen entstehen. Zusätzlich erwarten sich die Anrainerinnen und Anrainer Verbesserungen durch den geplanten Lärmschutz entlang der gesamten Strecke.
Mit dem Projekt verbindet sich somit nicht nur die Hoffnung auf bessere Verkehrsverbindungen, sondern auch die Chance, den öffentlichen Raum in Hietzing nachhaltig aufzuwerten.