Batteriegestütztes Microgrid ermöglicht Schnellladen trotz schwachem Netzanschluss
Am Standort des Bayernwerks wurden drei Schnellladesysteme getestet: zwei konventionelle Hypercharger mit 150 bzw. 50 kW sowie der batteriegestützte ChargePost mit 201-kWh-Speicher. Während klassische Schnelllader ihre Leistung direkt aus dem Netz beziehen, entkoppelt der ChargePost die Ladeleistung vom Netzanschluss. Zusätzliche Energie liefert der integrierte Speicher.
Im Betrieb übernimmt das System eine zentrale Rolle im Microgrid: Es versorgt nicht nur angeschlossene Fahrzeuge, sondern unterstützt auch andere Ladepunkte und gleicht Lastspitzen aus. Dadurch können mehrere Fahrzeuge gleichzeitig schnell geladen werden, ohne dass der Netzanschluss erweitert werden muss.
Die technische Grundlage wurde im Rahmen einer Masterarbeit an der Technischen Hochschule Ingolstadt untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durch intelligentes Energiemanagement und Lastspitzenkappung nicht nur hohe Ladeleistungen ermöglichen lassen, sondern auch deutliche wirtschaftliche Vorteile entstehen. Laut Projektpartnern können Betreiber mehrere Tausend Euro pro Jahr sparen – unter anderem durch geringeren Netzausbau und optimierten Stromeinkauf.