Bahnfahrer sind die wahren Spritspar–Champions
(Wien, 17. Mai 2006) – 2005 beförderten die ÖBB mit 437,4 Millionen Fahrgästen um 4,3 Millionen mehr als im Vorjahr. Dieser Aufwärtstrend soll nun fortgesetzt werden: durch höhere Qualität, mehr Kundenorientierung und neue Servicekonzepte sollen noch mehr Österreicher von der Bahn als die spritsparendste Form der motorisierten Mobilität überzeugt werden. Zugleich planen die ÖBB, ihren Energieverbrauch durch Schulungsprogramme und den Einsatz moderner Fahrzeuge zu senken.
"Am meisten entlasten die Österreicher die Umwelt, wenn sie ihr Auto zu Haus lassen", so Stefan Wehinger, Vorstandsdirektor derÖBB–Personenverkehr AG ,der anlässlich des Starts der vom Lebensministerium initiierten Spritsparkampagne aktuelle Zahlen aus einer Studie des Umweltbundesamtes präsentierte. Der zufolge liegen die Treibhausgasemissionen der Bahn etwa auf der Strecke Budapest–München gegenüber dem PKW bei einem Drittel, beim Flugzeug ist die Umweltbelastung sogar 10–mal höher. Grund ist unter anderem der in Österreich sehr hohe Wasserkraftanteil bei der Produktion von Bahnstrom.
"Am meisten entlasten die Österreicher die Umwelt, wenn sie ihr Auto zu Haus lassen", so Stefan Wehinger, Vorstandsdirektor derÖBB–Personenverkehr AG ,der anlässlich des Starts der vom Lebensministerium initiierten Spritsparkampagne aktuelle Zahlen aus einer Studie des Umweltbundesamtes präsentierte. Der zufolge liegen die Treibhausgasemissionen der Bahn etwa auf der Strecke Budapest–München gegenüber dem PKW bei einem Drittel, beim Flugzeug ist die Umweltbelastung sogar 10–mal höher. Grund ist unter anderem der in Österreich sehr hohe Wasserkraftanteil bei der Produktion von Bahnstrom.
Jeder achte Österreicher bereits ÖBB–Stammkunde
Im vergangenen Jahr haben die ÖBB massive Qualitätsverbesserungen erreicht. Zwei Drittel der Wagons im Fernverkehr wurden von Grund auf erneuert, zudem wurden neue Loks und Nahverkehrsgarnituren angeschafft, Anschlussverbindungen verbessert und Fahrzeitverkürzungen auf wichtigen Verbindungen geschaffen. Durch zielgruppenspezifische Marketingaktionen für Senioren, Jugendliche und Familien rund um die VORTEILScard gelang es, neue Kundengruppen anzusprechen und von der Qualität der Bahn zu überzeugen. Die Zahl der Stammkunden stieg dadurch um mehr als 100.000 auf knapp 1 MillionÖsterreicherInnen. Jeder achte Österreicher ist damit heute deklarierter ÖBB–Stammkunde und aktiver Spritsparer. Hinzu kommen noch mehrere hunderttausend Pendler, die Tag für Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Verkehrsverbünden unterwegs sind und so einen unersetzbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Energiesparendes Fahren auch Thema bei Lokführern und Buslenkern
Im ÖBB–Konzern ist das Thema Energiesparen ebenfalls groß geschrieben. Bei der ÖBB–Postbus GmbH wurde bereits letztes Jahr in Vorarlberg das Projekt "Eco–Driver" gestartet. Heuer sollen alle 2.800 Lenker in ökonomischer und ressourcenschonender Fahrweise geschult werden. Dadurch sollen der Reparaturaufwand bei Verschleißteilen reduziert und der Dieselverbrauch um fünf Prozent gesenkt werden. Das Sparpotenzial liegt alleine durch die Spritreduktion bei rund 2 Mio. Euro pro Jahr, zusätzlich zum positiven Umwelteffekt.
Auch bei der ÖBB–Traktion GmbH ist derzeit ein Ausbildungsprogramm für etwa 5.000 Lokführer in Vorbereitung. Bessere topografische Kenntnisse der MitarbeiterInnen sollen helfen, Züge künftig energiesparender zu fahren – etwa durch verstärkte manuelle Geschwindigkeitsregulierung, besseres Ausnutzen der Fahrzeitreserve oder den vermehrten Einsatz des elektrischen Rückspeise–Bremssystems. Letzteres speist jenen Bahnstrom, der dank eines neuen Systems bei Loks vom Typ Taurus durch Bergabfahren oder beim Bremsen gewonnen wird, wieder in die Fahrleitung zurück und reduziert dadurch den Stromverbrauch im Schnitt um 15 Prozent. Allein durch den Einsatz der 332 Loks umfassenden Taurusflotte kann dadurch der Stromverbrauch pro Jahr um 166.000 Megawattstunden reduziert werden. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von knapp 50.000 Haushalten.
Rückfragehinweis: Mag. Jörg Wollmann PressesprecherÖBB–Holding AG
*** OTS–ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***
OTS0108 2006–05–17/11:13
Auch bei der ÖBB–Traktion GmbH ist derzeit ein Ausbildungsprogramm für etwa 5.000 Lokführer in Vorbereitung. Bessere topografische Kenntnisse der MitarbeiterInnen sollen helfen, Züge künftig energiesparender zu fahren – etwa durch verstärkte manuelle Geschwindigkeitsregulierung, besseres Ausnutzen der Fahrzeitreserve oder den vermehrten Einsatz des elektrischen Rückspeise–Bremssystems. Letzteres speist jenen Bahnstrom, der dank eines neuen Systems bei Loks vom Typ Taurus durch Bergabfahren oder beim Bremsen gewonnen wird, wieder in die Fahrleitung zurück und reduziert dadurch den Stromverbrauch im Schnitt um 15 Prozent. Allein durch den Einsatz der 332 Loks umfassenden Taurusflotte kann dadurch der Stromverbrauch pro Jahr um 166.000 Megawattstunden reduziert werden. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von knapp 50.000 Haushalten.
Rückfragehinweis: Mag. Jörg Wollmann PressesprecherÖBB–Holding AG
*** OTS–ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***
OTS0108 2006–05–17/11:13
Verwandte Artikel
- Start des 5. Österreichischen Photovoltaik-Innovationsawards: Synergieeffekte durch Photovoltaik
- Bundesjugendvertretung: Vollversammlung fordert Klimaschutzgesetz ein
- E-Control: Sonnenenergie nutzen und Stromkosten senken
- Regierung stimmt gegen Ausstieg aus fossiler Abhängigkeit - trotz steigender Spritpreise
- Europäischer Rat: Bundeskanzler Stocker muss in Brüssel für Entschlossenheit bei Energiewende eintreten
- ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA