AutoScout24-Umfrage: Auto wird seltener benutzt
Wien – Hohe Treibstoffpreise infolge globaler Krisen zeigen Wirkung: Viele Autofahrer:innen in Österreich passen ihr Verhalten an – allerdings meist nur punktuell. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von AutoScout24 unter mehr als 500 Autobesitzer:innen.
Rund 39 Prozent der Befragten geben an, ihr Auto seltener zu nutzen als noch vor einiger Zeit. Weitere 30 Prozent vermeiden bewusst unnötige Fahrten und planen ihre Wege effizienter. „Steigende Spritpreise beeinflussen das Verhalten vieler Menschen – allerdings derzeit eher punktuell als grundlegend“, erklärt Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.
Auch alternative Mobilitätsformen gewinnen an Bedeutung: Für 16 Prozent sind öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder andere Optionen mittlerweile eine echte Alternative zum eigenen Auto. Gleichzeitig zeigen sich leichte Veränderungen im Alltag: 5 Prozent arbeiten häufiger im Homeoffice, 4 Prozent nutzen verstärkt Fahrgemeinschaften.
Trotz dieser Entwicklungen bleibt das Auto für die Mehrheit unverzichtbar: 61 Prozent der Befragten nutzen ihren Wagen weiterhin genauso häufig wie zuvor.
Langfristige Veränderungen im Mobilitätsverhalten zeichnen sich bislang kaum ab. Fast die Hälfte (48 Prozent) hat sich noch keine Gedanken über zukünftige Anpassungen gemacht, weitere 37 Prozent denken zwar darüber nach, planen aber keine konkreten Schritte. Nur 16 Prozent beschäftigen sich aktiv mit Veränderungen – etwa dem Umstieg auf ein Elektro- oder Hybridauto oder dem Verzicht auf ein eigenes Fahrzeug.
Die Ergebnisse zeigen: Während steigende Kosten kurzfristig zu einem bewussteren Umgang mit dem Auto führen, bleibt ein grundlegender Wandel der Mobilität vorerst aus.
Für die Umfrage hat die Innofact AG im April 2026 insgesamt 534 österreichische Autobesitzer:innen im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt.