Ausgezeichneter Klimajournalismus: Rode-Preis 2026 an Marcus Wadsak
Seit 1995 erklärt Wadsak im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht nur Wetterprognosen, sondern ordnet Wetterereignisse auch wissenschaftlich ein. Ob Hitzewellen, Starkregen oder ungewöhnliche Temperaturentwicklungen: Er vermittelt Hintergründe, erklärt Zusammenhänge und macht sichtbar, wie sich der Klimawandel auf unsere Lebenswelt auswirkt.
„Die unbeirrbare Umsetzung seiner wissenschaftlichen Expertise in eine verständliche Sprache zeichnet ihn aus“, begründet Medienhaus-Wien-Geschäftsführer Andy Kaltenbrunner die Entscheidung der Jury. Die journalistische Arbeit von Marcus Wadsak schaffe eine „solide, überprüfbare und konstruktive Grundlage für den öffentlichen Diskurs zum Klimawandel und darüber, wie wir als demokratische Gesellschaft damit umgehen sollten“.
Neben seiner Arbeit im ORF setzt sich Wadsak auch in seinen Büchern, darunter „Fake und Fiction“, mit Klimawandel, wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Verbreitung von Falschinformationen auseinander. Dabei sieht er sich immer wieder kritischen Reaktionen und Anfeindungen in sozialen Medien ausgesetzt. Seine Antwort darauf bleibt die konsequente Vermittlung wissenschaftlicher Fakten.
Die Jury hebt besonders hervor, dass Wadsak komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse für ein breites Publikum verständlich macht, ohne dabei an Genauigkeit zu verlieren. Sein Zugang verbindet Fachwissen mit journalistischer Verantwortung.
Der mit 5.000 Euro dotierte Walther Rode-Preis wird am 19. Oktober 2026 im Rahmen einer wissenschaftlich begründeten Laudatio verliehen. Die Auszeichnung wird jährlich an Journalistinnen und Journalisten vergeben, die für „qualitätsvolle und vom tagespolitischen Opportunismus unbeeinflusste Haltung im Journalismus“ stehen.
Benannt ist der Preis nach dem österreichischen Rechtsanwalt und Publizisten Walther Rode (1876–1934), dessen publizistische Arbeit nach 1928 in Österreich zunehmend eingeschränkt wurde und dessen Schriften während des Faschismus verboten waren. Initiiert wurde die Auszeichnung von Alfred J. Noll, Rechtsanwalt, Publizist, Schriftsteller und Mitbegründer des Medienhauses Wien.
Mit Marcus Wadsak wird 2026 ein Journalist geehrt, der Wissenschaftskommunikation als zentrale Aufgabe des modernen Journalismus versteht und damit einen wichtigen Beitrag zu einer informierten öffentlichen Debatte über eine der größten Herausforderungen unserer Zeit leistet.
Die OEKONEWS-Redaktion gratuliert herzlich! Einfach eine verdiente Auszeichnung, lieber Marcus!