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Ausbau von Photovoltaikanlagen  sinkend  – Zukunft der Branche bleibt ungewiss 

26.03.2025

Der Branchenverband PV Austria fordert umgehende Maßnahmen der Regierung, um weitere Einbrüche vorzubeugen

photovoltaik.jpg
PV © torstensimon pixabay.com

Wien  – Der Bundesverband Photovoltaik Austria (PV Austria) warnt vor den schwerwiegenden Folgen des gesunkenen Zubaus von Photovoltaikanlagen in Österreich. Nach acht Jahren des kontinuierlichen Wachstums zeigt sich im Jahr 2024 ein Rückgang von 10 Prozent bei der neu installierten PV-Leistung. Dies stellt die Branche vor enorme Herausforderungen und lässt die Zukunft der Photovoltaik in Österreich zunehmend unsicher erscheinen. „Bleiben die notwendigen politischen Maßnahmen weiterhin aus, drohen der Branche in diesem Jahr noch größere Einbrüche“, so Vera Immitzer, Geschäftsführerin von PV Austria.
 

Wirtschaftliche Unsicherheit und fehlende politische Rahmenbedingungen gefährden den Ausbau


Die rückläufigen Zahlen für 2024 bestätigen die Warnungen von PV Austria aus dem vergangenen Herbst: Unklare Förderbedingungen, die ane wirtschaftliche Lage und ein mangelnder Rückhalt durch die Politik gefährden den weiteren Ausbau der Photovoltaik. Der Zubau im Jahr 2024 basiert vor allem auf der Umsetzung aufgestauter Projekte aus den Vorjahren, wenigen Großprojekten und der vorübergehenden Mehrwertsteuerbefreiung für kleine PV-Anlagen, die es nun nicht mehr gibt. Ohne eine rasche und klare politische Unterstützung ist der erfolgreiche Ausbau von Photovoltaikanlagen in Österreich jedoch nicht zu sichern.

„Allein durch die Fertigstellung großer Freiflächenprojekte im Schlussquartal 2024 konnte das Gesamtergebnis stabilisiert werden“, erklärt Immitzer. Insgesamt konnte so ein Zubau von 2,2 Gigawatt (GW) erreicht werden. Besonders im Segment kleiner PV-Anlagen bis 20 Kilowattpeak (kWp) war die Mehrwertsteuerbefreiung ein wichtiger Faktor, um die Nachfrage aufrechtzuerhalten. Doch der abrupte Wegfall dieser steuerlichen Erleichterung führt zu einer deutlichen Abnahme des Interesses an kleinen PV-Anlagen, wie eine Branchenbefragung von PV Austria zeigt.
 

Aktives politisches Handelm ist eine Notwendigkeit! 

Für die Zukunft der Photovoltaik ist es dringend notwendig, dass die neue, handlungsfähige Bundesregierung jetzt die erforderlichen Maßnahmen ergreift. „Es braucht jetzt klare Rahmenbedingungen, insbesondere durch die Festlegung der Förderbedingungen für die EAG-Investitionsförderung 2025 sowie den Beschluss des fertig verhandelten E-Wirtschaftsgesetzes. Ohne diese Maßnahmen werden wir die Strompreise nicht in den Griff bekommen und die ohnehin angespannte Lage vieler Unternehmen weiter verschärfen“, warnt Immitzer.

Der Ausbau  von  Photovoltaik ist ein wesentlicher Beitrag zur Senkung der Strompreise und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich. Die aktuelle Unsicherheit und die verzögerten politischen Entscheidungen könnten den Zubau und damit auch die Versorgungssicherheit gefährden.
 

Forderungen von PV Austria:

  • Umgehende Entscheidung über die EAG-Investitionsförderung für Photovoltaik- und Stromspeicheranlagen

  • Ausreichende Dotierung der Fördermittel

  • Rascher Start der Förderschiene, um Planungssicherheit zu gewährleisten
     

Zahlen zum österreichischen PV-Zubau 2024:

  • Neue PV-Leistung (Engpassleistung): 2,2 GW

  • Gesamte PV-Leistung (Engpassleistung): 8,3 GW

  • Neue PV-Anlagen: 84.000

  • Gesamtzahl der PV-Anlagen: 470.000

  • Produzierter PV-Strom: 8,3 TWh (13 % des Stromverbrauchs)

  • Versorgte Haushalte: 2,3 Millionen

  • Anteil der kleinen PV-Anlagen (< 20 kW): 88 %

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