Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind(current)1
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Wind
20260608 oekonews Banner

Aus für rotes Dauerblinken:  Start für neue Nachtkennzeichnung für Windräder in Niederösterreich

20.04.2026

Mit einem technologischen und politischen Schulterschluss beginnt in Niederösterreich eine neue Phase der Windkraftnutzung

Bild 1.jpg
Landtagspräsident Karl Wilfing, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger © NLK Burchhart

Das weithin sichtbare rote Dauerblinken von Windrädern in der Nacht soll der Vergangenheit angehören. Stattdessen kommt erstmals in Niederösterreich die sogenannte bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung zum Einsatz – ein System, das die Beleuchtung nur dann aktiviert, wenn sich tatsächlich ein Flugobjekt nähert.
 

Für viele Anrainerinnen und Anrainer bedeutet das eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität. „Unnötige Lichtverschmutzung wird deutlich reduziert und den Menschen ein Stück Nachtruhe zurückgegeben“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Mit dem neuen EVN-Windpark Gnadendorf–Stronsdorf wird diese Technologie nun erstmals in Niederösterreich umgesetzt – und zwar von Beginn an ohne Dauerblinken.

 

Weniger Licht, gleiche Sicherheit

Bisher  waren die roten Warnlichter aus Sicherheitsgründen für den Flugverkehr jede Nacht durchgehend aktiv. Diese Praxis sorgte zwar für Sichtbarkeit, wurde jedoch zunehmend als störend empfunden. Eine gesetzliche Grundlage auf Bundesebene erm öglicht nun den Einsatz intelligenter Systeme, die situationsabhängig reagieren.
 

Kern der neuen Lösung ist eine von Austro Control entwickelte Technologie: Sie kombiniert Radar- und Flugdaten, um den Luftraum rund um Windkraftanlagen zu überwachen. Nur wenn sich ein Flugzeug oder Hubschrauber in einem definierten Schutzbereich befindet – mindestens acht Kilometer rund um die Anlage und bis zu 600 Meter darüber –, schaltet sich die Beleuchtung ein. Andernfalls bleibt es dunkel.
 

Für Einsatz- und Rettungsflüge gibt es zusätzlich eine Fernaktivierungsfunktion, sodass die Beleuchtung jederzeit manuell eingeschaltet werden kann.
 

Mehr Akzeptanz für Windkraft

Auch politisch wird die Neuerung als wichtiger Schritt gesehen. Der niederösterreichische Landtagspräsident Karl Wilfing verweist darauf, dass das Dauerblinken häufig Thema in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern war. Die nun gefundene Lösung sei ein „wichtiger Beitrag zur Reduktion störender Lichtverschmutzung“.
 

Seitens der EVN sieht man in der neuen Technik ebenfalls einen entscheidenden Fortschritt. Vorstandsdirektor Stefan Stallinger spricht von einem „wichtigen Baustein“, um die Akzeptanz für Windkraft weiter zu erhöhen – ein zentraler Faktor auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energiezukunft.
 

Schrittweise Umstellung geplant 

Die Einführung erfolgt schrittweise: Während neue Windräder bereits standardmäßig mit der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung ausgestattet werden, müssen bestehende Anlagen technisch nachgerüstet und neu bewilligt werden. Das wird Zeit in Anspruch nehmen.

Parallel dazu treibt die EVN den Ausbau der Windkraft weiter voran. Bis 2030 soll die installierte Leistung von derzeit 561 Megawatt auf 770 Megawatt steigen. Innovationen wie die neue Nachtkennzeichnung spielen dabei eine Schlüsselrolle – nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich. 

  • Drucken
  • Empfehlen
20.04.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

30 Jahre sind erst der Anfang: Windkraft Simonsfeld feiert Jubiläum

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Chinas Windwende: Rekordausbau und neue globale Kraftverhältnisse

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 16. Juni 2026, 69.405 Artikel Online

Weitere Themen

  • Ohne Windkraft keine Energiewende: Wie Österreich im internationalen Vergleich hinterherhinkt
  • Reparaturfähige Rotorblätter für Windkraftanlagen
  • Tag des Windes: Windkraft Simonsfeld fordert mehr Rückenwind für leistbare und sichere heimische Energieversorgung
  • Windindustrie blickt vorsichtig nach vorn: Stimmung trübt sich weltweit ein
  • Frauenpower für Afrikas Windenergie: Juliana Kainga übernimmt Leitung von GWEC Africa
  • Niederösterreich genehmigt zwei neue Windpark-Projekte: Strom für 46.000 Haushalte
  • Update der Broschüre zu Windkraft im Waldviertel
  • Trotz Flaute auf Erfolgskurs: Windkraft Simonsfeld liefert Strom für 163.000 Haushalte
  • Windkraft mit Weitblick: Erste Offshore-Turbine mit „grünem“ Stahl und recycelbaren Rotorblättern
  • Weltrekord aus Beton und Stahl: Höchste serielle Onshore-Windkraftanlage der Welt entsteht in Bayern
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
2.532 Artikel | Seite 1 von 254

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Bild 1.jpg

Landtagspräsident Karl Wilfing, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger © NLK Burchhart