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Aufwachen! Generation Awake

18.04.2014

Generation Awake ist Bestandteil einer umfangreichen EU–Initiative, die eine höhere Ressourceneffizienz der europäischen Wirtschaft zum Ziel hat.

© Generation Awake
© Generation Awake
Die Kampagne Generation Awake richtet sich in erster Linie an Verbraucher im Alter von 25–40 Jahren. Im Rahmen der Kampagne werden Leitlinien zur Mobilisierung von Behörden, Unternehmen und einzelnen Verbrauchern gefördert. Die Kampagne wurde im Oktober 2011 erstmals gestartet und für das Jahr 2014 überarbeitet und neu aufgelegt. Damit soll nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht werden, dass Abfälle als eine Ressource und nicht als ein Problem betrachtet werden sollten. Mögliche Wege zu einer Kreislaufwirtschaft stehen ebenfalls im Fokus.
Die EU hat im Bereich Umweltschutz in den letzten Jahrzehnten gute Fortschritte gemacht: So sind unser Wasser und unsere Luft heute deutlich sauberer als noch vor einigen Jahrzehnten, und auch der Naturschutz wurde in Europa erheblich ausgeweitet. Die Art und Weise, wie wir unsere Ressourcen nutzen und Waren konsumieren, bedarf jedoch einer Änderung: Wir müssen eine höhere Wertschöpfung mit geringerem Ressourceneinsatz erreichen. Gleichzeitig sollen die Kosten gesenkt und schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt minimiert werden.
Ressourceneffizienz ist auch ein Kernbestandteil von Europa 2020. Mit dieser Strategie der EU soll den Herausforderungen von heute begegnet sowei eine intelligente, nachhaltige und integrative Wirtschaft für Europa aufgebaut werden. Im Rahmen der Strategie Europa 2020 wurden sieben Leitinitiativen gestartet, darunter auch die 2011 begründete Ressourceneffizienzinitiative. Damit wurde die Ressourceneffizienz als Leitprinzip für sämtliche Richtlinien zu den Themen Energie, Transport, Klimawandel, Industrie, Rohstoffe, Landwirtschaft, Fischerei, Biodiversität und regionale Entwicklung verankert.
Der Fahrplan für ein ressourceneffizientes Europa wurde 2011 veröffentlicht. In diesem Fahrplan wird dargelegt, wie Europa seine Wirtschaft bis zum Jahr 2050 auf Nachhaltigkeit umstellen kann. Andere Vorschläge beinhalten eine kohlenstoffarme Wirtschaft, die Bereiche Energie und Transport, eine Reform von Landwirtschaft und Fischerei, das Thema Biodiversität sowie der Einsatz von Roh– und Hilfstoffen.
Die Effizienzsteigerung von Produktionsverfahren sowie die Verbesserung von Umweltmanagement–Systemen können erheblich zur Reduzierung von Umweltverschmutzung und Abfällen sowie zur Einsparung von Wasser und anderen Ressourcen beitragen. Wirtschaftliche Vorteile sind, dass sich damit Betriebskosten senken und die Abhängigkeit von Rohstoffen vermindern lassen.
Dies ist der Grundgedanke der „grünen„ Wirtschaft (oder Kreislaufwirtschaft). Dieses Wirtschaftssystem optimiert den Fluss von Gütern und Dienstleistungen, um Rohstoffe bestmöglich auszuschöpfen und Abfälle auf das absolute Mindestmaß zu reduzieren.
In der grünen Wirtschaft werden Materialien nach ihrem Typ eingeteilt. Biologische Materialien (Lebensmittel, Pflanzenabfälle, Holz und Textilfasern) werden nach ihrem Verbrauch wieder als Kompost oder Dünger in die Umwelt zurückgeführt, um die Nährstoffe im Boden wieder aufzufüllen und/oder zur Gewinnung erneuerbarer Energie zu dienen. Technische Materialien werden in einem geschlossenen Kreislaufsystem immer wieder gewartet, wiederverwendet, aufbereitet oder recycelt. Das System ist energieeffizient und setzt nach Möglichkeit erneuerbare Energien ein, wodurch Emissionen und Treibhausgase reduziert werden.
Die grüne Wirtschaft erfordert eine Abkehr von der traditionellen Herstellungsphilosophie von „Take, Make and Dispose„ (Rohstoffe gewinnen, Produkte herstellen und wegwerfen). Sie wird eine neue Dynamik in allen Wirtschaftssektoren schaffen. Es wird eine Nachfrage nach Innovationen in den Bereichen Produktdesign und Herstellung geben, während wir an einer neuen Generation von Produkten arbeiten, die langlebiger sind und am Ende ihrer Lebensdauer entweder wiederverwendet, repariert oder in wiederverwertbare bzw. recyclingfähige Bestandteile zerlegt werden können.
Regierungen und Unternehmen müssen dazu beitragen, die Beschäftigten in den Betrieben durch Ausbildungsmaßnahmen auf die Anforderungen einer grünen Wirtschaft vorzubereiten.
Der Umstieg auf eine grüne Wirtschaft wird auch unsere Vorreiterrolle für die Weltwirtschaft insgesamt fördern, die unbedingt Lösungen für die Probleme Bevölkerungswachstum, Ressourcenknappheit und Umweltschäden benötigt.
Weitere EU–Initiativen leisten einen Beitrag zu dieser wichtigen Neuausrichtung:
– Das aktualisierte Umweltaktionsprogramm der EU mit dem Titel „Gut leben innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten„. In diesem Programm ist Ziel, bis zur Mitte dieses Jahrhunderts eine umweltschonendere, integrative Wirtschaft zu erreichen.
– EU–weite Methoden zur Messung der Umwelteigenschaften von Produkten und Unternehmen. Damit soll bei Herstellern und Verbrauchern gleichermaßen Vertrauen geschaffen werden. Die vorgeschlagenen Methoden sollen die ressourceneffizientesten und umweltfreundlichsten Produkte auf dem Markt erkennbar und bekannt machen.
– Die „Green Cars Initiative„ zielt darauf ab, Forschung und Innovation im Bereich umweltfreundlicherer Automobile zu fördern.
– Der Fahrplan für eine kohlenstoffarme Wirtschaft für die Bereiche, die für die höchsten Treibhausgasemissionen in Europa verantwortlich sind: Stromerzeugung, Industrie, Transport, Gebäude, Bauwesen und Landwirtschaft.
– Der Energiefahrplan, in dem dargelegt wird, wie die Europäische Union die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 80–95 % im Vergleich zum Jahr 1990 reduzieren kann.
– Die Biodiversitätsstrategie, mit der der Verlust der Biodiversität sowie der Abbau der Ökosystemleistungen (das natürliche Kapital) bis zum Jahr 2020 gestoppt werden sollen.
– Die Vogelschutz–Richtlinie, Europas älteste Richtlinie im Bereich Umweltschutz. Diese Richtlinie sorgt für den Erhalt der Wildvogelpopulationen in Europa und schützt international bedeutsame Feuchtbiotope.
– Schutz der Natur durch das Netzwerk „Natura 2000„ von Naturschutzgebieten. Mit diesem Netzwerk soll langfristig das Überleben der wertvollsten und am meisten bedrohten Tierarten und Lebensräume sichergestellt werden.
– Die Habitat–Richtlinie dient zur Wiederherstellung geschützter natürlicher Lebensräume und Arten und zur Förderung eines zusammenhängenden europäischen Netzwerks geschützter Flächen.
– Die Wasserrahmenrichtlinie und das Wasserinformationssystem für Europa (WISE). Damit wird der Schutz aller Wassersysteme vor schädlichen Umwelteinflüssen gefördert. WISE ist das Informationsportal über Wasser in Europa.
Generation Awake hat zahlreiche Tipps für eine optimale Ressourcennutzung, für Abfallreduktion im täglichen Leben sowie für die Auswahl der richtigen Produkte entwickelt. Zahlreiche weitere Beispiele finden sich im Verbraucherleitfaden Generation Awake unter www.generationawake.eu/de/verbraucherleitfaden
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18.04.2014 | Autor*in: holler
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