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atomstopp-Klimapreis: Schüler_innen verstehen die Gefahren der Atomenergie grenzüberschreitend

03.06.2025

18 Projekte reichten junge Menschen - die meisten von ihnen im Jahr der Katastrophe von Fukushima 2011 geboren - beim atomstopp-Jugend-Klimapreis 2025 in Österreich ein. Zusätzlich wird in diesem Schuljahr erstmals in Tschechien ein Klimapreis verliehen.

Klimapreis.jpg
Spannende Projekte beim atomstopp-Jugend-Klimapreis © atomstopp_atomkraftfrei leben!
Die Schüler_innen lernten, dass Atomstrom den Ausbau der Erneuerbaren behindert. Herausragende Arbeiten dieser wichtigen Auseinandersetzung wurden besonders prämiert.

Die Projekte für den 4. atomstopp-Jugend-Klimapreis zeigten ganz verschiedene Annäherungen an das schwierige Thema. So begeisterten Schüler_innen aus der 4a der  Franziskus Mittelschule Ried die Jury mit einem Plexiglas-Modell eines AKW. Es wirkt auf den ersten Blick so harmlos wie ein echter Meiler. Erst wenn die lila-violette Beleuchtung angeht, wird die Bedrohung dieser Technologie deutlich. Ganz anders gingen Schüler_innen von der 4Rb des Khevenhüller Gymnasium Linz an die Sache heran. Sie gestalteten ein Plakat, in dem sie konzis und verständlich herausarbeiteten, dass Atomstrom zu teuer, zu gefährlich und zu dreckig ist und stellten dem die erneuerbaren Energieträger als zukunftsfähige Alternative gegenüber. Ihre Kolleg_innen der 4Ra derselben Schule wählten einen künstlerischen Zugang. Sie verpackten ihre wichtige Botschaft in ein Anti-Atom-Gedicht mit besonders aufrüttelnden Versen: "Wir können nicht mehr wegsehen, müssen endlich verstehen. Keine Explosion, kein Risiko mehr. Die Erde braucht Sonne, nicht radioaktives Meer".

Alle Schüler_innen, die an den 18 Projekten mitarbeiteten, bekamen einen atomstopp-Goodiebag mit Trinkflasche. Die Preisträger_innen der herausragenden Projekte bekamen zusätzlich Buchgutscheine.

Die Budweiser OIZP/BIU (Bürgerinitiative Umweltschutz) arbeitet seit vielen Jahren eng mit atomstopp zusammen und veranstaltete in diesem Schuljahr erstmals den Klimapreis in Tschechien. Ein_e Expert_in von OIZP/BIU war in der Regel zweimal bei den Schüler_innen. Einmal, als sie anfingen, ihre Projekte zum Klimapreis zu gestalten und dann, um die Projekte gemeinsam mit den Schüler_innen und Lehrer_innen zu besprechen.

"Es ist besonders erfreulich, dass der Erfolg des atomstopp-Jugend-Klimapreises dazu geführt hat, dass eine Kooperation mit OIZP/BIU gelungen ist. AKWs sind grenzüberschreitend gefährlich und gerade in Tschechien ist es wichtig, den jungen Menschen klar zu machen, dass die Atomstrom-Erzeugung keine Zukunft hat", ist Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben! stolz auf die gelungene Zusammenarbeit.

"Anders als die Atomindustrie behauptet, kann Atomstrom keinen Beitrag zur Klimawende leisten, weil der Bau von AKWs viel zu lange dauern würde. Im Gegenteil: Jeder Euro, der für Atomkraftwerke und -forschung verschwendet wird, fehlt für den Ausbau der erneuerbaren Energieträger. Beim atomstopp-Jugend-Klimapreis erarbeiten sich junge Menschen dieses komplexe Thema und immunisieren sich so gegen die verführerische, aber falsche Botschaft der Atomlobby", resümiert Stoiber.
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