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atomstopp: Deutsches Alt-AKW in Grenznähe vor Reaktivierung?

06.03.2025

Nachdem Friedrich Merz den Atomausstieg rückgängig machen möchte, fand sich nun ein Unternehmen, das ihm verspricht, die sechs zuletzt abgeschalteten AKWs wieder anfahren zu können!

AKWAtomkraftwerk.jpg.jpg
© Johannes Plenio pixabay.com / Atomkraftwerk
Kosten: Bs zu 3 Milliarden Euro das Stück!
"Diese Reaktoren wurden alle zwischen 1985 und 1989 in Betrieb genommen. Bei ihrer Wiederinbetriebnahme, die angeblich "spätestens" 2030 erfolgen könnte, wären sie also am oder über dem Ende ihrer 40-jährigen Laufzeit. Selbst die ehemaligen Betreiberkonzerne halten eine Wiederinbetriebnahme aus gutem Grund für ausgeschlossen", erläutert Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!
"Trotzdem will Nukem, ein bis 2024 in russischen Händen befindliches und nach einer Insolvenz von Japanern übernommenes deutsches Nuklearunternehmen die Alt-AKWs wieder in Stand setzen. Kosten solle das eine bis drei Milliarden Euro je Kraftwerk. 2005 wurde in Finnland für 3 Milliarden Euro noch ein neues AKW versprochen - dass dieses letztlich das Vierfache gekostet hat, steht auf einem anderen, für die Atomindustrie allerdings typischem Blatt. Nun will man also ausrangierte, alte AKWs zu diesen horrenden Preisen wieder einschalten. Unerklärlich, warum sich deutsche Zeitungen freuen, dass dies "zu geringeren Kosten als gedacht" sei", wundert sich Stoiber.
"Zwei dieser Reaktoren stehen in Grenznähe zu Österreich. So ist Isar 2 nur gut 60 Kilometer von der oberösterreichischen Grenze bei Braunau entfernt. Daher muss die gesamte österreichische Politik unseren deutschen Nachbarn klar machen, dass wir Wiederanfahr-Experimente alter AKWs keinesfalls akzeptieren würden", fordert Stoiber Wachsamkeit und klare Stellungnahmen ein.

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© Johannes Plenio pixabay.com / Atomkraftwerk