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Atomkraft wird mit zunehmenden Wetterextremen immer riskanter

02.09.2021

Hurrikan Ida zieht über Atomanlage hinweg und löst kritischen Fehler aus

© Johannes Plenio pixabay.com / Atomkraftwerk
© Johannes Plenio pixabay.com / Atomkraftwerk
Wie simplyinfo.org berichtet, werden aus dem Kernkraftwerk Waterford in Louisiana Schäden gemeldet. Außerdem ging die externe Stromversorgung verloren. "Hurrikan Ida hat durch die Zerstörung der externen Stromversorgung einen kritischen Fehler ausgelöst, weil die Brennstäbe auch nach dem Abschalten aktiv gekühlt werden müssen. Dafür ist nun die Notstromversorgung angesprungen. Es wird befürchtet, dass der externe Strom bis zu drei Wochen ausfallen könnte", berichtet der Anti–Atom–Sprecher der Grünen, Martin Litschauer.
"Damit ist die Situation laut Berichten aber noch nicht überstanden. Es wird befürchtet, dass die anhaltenden Winde mit bis zu 160 km/h Sturm– und Sturzfluten auslösen, welche auf die Atomanlage einwirken könnten. Ich hoffe, dass dies nicht eintritt, keine weiteren Schäden am Atomkraftwerk auftreten und wir kein zweites Fukushima erleben. Schon jetzt ist die Situation mit der Notkühlung gefährlich genug", warnt Litschauer.
"Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, dass Atomkraftwerke auch durch die Klimakrise bedroht sind. Hurrikan Ida zeigt leider deutlich, dass dies nicht nur Theorie ist", verdeutlicht der Anti–Atom–Sprecher. Der Bericht "Implications of Climate Change for the U.S. Army" hat die Gefährdung von Atomanlagen in Küstennähe deutlich gemacht und auch britische Expert*innen haben ein weiteres nahendes Problem der Atomindustrie offengelegt. Der steigende Meeresspiegel kommt Küsten–AKWs gefährlich nahe.
Litschauer dazu: "41 Prozent aller AKWs weltweit liegen an Küsten und sind vom steigenden Meeresspiegel und Überflutungen bedroht. Atomenergie macht nur vier Prozent der globalen Energieerzeugung aus, sie ist das Risiko nicht wert."
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02.09.2021 | Autor*in: holler
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