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Atomkraft – Nichts für teures Geld

26.02.2026

Der Anteil von Atomenergie am Gesamtenergieverbrauch beträgt etwa 2 % und sinkt kontinuierlich - ohne die Aktivitäten Chinas wäre das Ausmaß noch deutlich größer.

NuclearAtomkraftfalsch.jpg
© Gerd Altmann pixabay.com

Das wird sich nicht ändern. Auch in China, wo aktuell  viele neue Reaktoren gebaut werden oder geplant sind, sinkt dennoch der Anteil von Atomstrom. Das Potenzial reicht eben bei weitem nicht. Obwohl, wie das Anti Atom Komitee betont, Atomkraft nicht sauber ist, engagieren sich einige europäische Staaten auf einen Ausbau und berufen sich dabei unter anderem auf den Klimaschutz.
 

Paradoxerweise sollen anscheinend Abhängigkeiten durch fossile Energieträger mit solchen durch Reaktorbrennstoff ersetzt werden, wieder auch von Russland. Die Atomlobby wittert dennoch im Zuge einer Energiewende Morgenluft und versucht, einen Boom von Atomkraft heraufzubeschwören. „Außer Jubelmeldungen über vorgeblich gemachte Fortschritte, die einer näheren Betrachtung nicht standhalten, gibt es wenig zu berichten“, sagt dazu Gerold Wagner vom Anti Atom Komitee. „Wir wären gut beraten, unsere Möglichkeiten für einen Ausbau der Erneuerbaren so gut es geht zu nutzen und gar nicht erst Atomkraft in Überlegungen miteinzubeziehen.“

Es geht hin bis zur Idee, Atomkraft mit Erneuerbaren gleichzustellen. In der EU steht unter anderem zur Debatte, Atomkraft mit hunderten Milliarden aus dem EU-Haushalt zu füttern, was, anstelle den Ausbau und die Weiterentwicklung Erneuerbarer Energiequellen zu fördern, zu weiteren Kosten und weiterem Atommüll führen würde. Darüber hinaus würde es, und das im besten Fall, Jahrzehnte dauern, bis neue Atomprojekte Strom liefern könnten. – Ein Milliardenkredit mit mehr als zweifelhaften Erfolgsaussichten. 

Pläne über einen Ausbau der Kernkraft in Europa gibt es etliche und neben Tschechien setzt vor allem auch Frankreich weiter auf Atomkraft. Man will dort, wenig überraschend,  neue Reaktoren bauen. Hervorzuheben ist, dass die Laufzeit der bestehenden, vorwiegend überalterten und teils maroden AKWs weiter auf vorerst bis zu 60 Jahre verlängert werden soll. Parallel dazu soll aber auch der Ausbau Erneuerbarer weiter stattfinden. Die gesetzten Ziele über Jahrzehnte für einen Neubau werden sich eben zeitlich nicht ausgehen und wären angesichts bereits gemachter Erfahrungen wohl auch nicht finanzierbar, jedenfalls nicht von Frankreich allein. Manfred Doppler fasst es kurz zusammen: „Diese Strategien sind unrealistisch.“

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