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 Atomkraft nicht marktfähig, tschechische AKWs werden vollverstaatlicht

03.06.2026

Die Hauptversammlung des tschechischen Energiekonzerns CEZ hat  den Weg für eine Konzernaufspaltung und die schrittweise Übernahme aller Anteile an der zukünftig für die Stromerzeugung zuständigen Gesellschaft durch den Staat freigemacht.

Geld
Geld © pexels pixabax.com
"Die beschlossene  Verstaatlichung der tschechischen AKWs zeigt einmal mehr: Atomkraft funktioniert nicht im Markt. Wenn es ernst wird, muss der Staat das Risiko tragen. Atomstrom ist kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell, sondern dauerhaft von öffentlicher Finanzierung abhängig", stellt Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben! fest.


Auf der  CEZ-Hauptversammlung wurde die Aufspaltung des CEZ-Konzerns vorzubereitet. Künftig sollen Strom- und Gashandel und -netze in einer eigenen Gesellschaft gebündelt und zu 49 Prozent privatisiert werden. Die Stromproduktion, insbesondere die Atomkraftwerke, soll hingegen schrittweise unter vollständige staatliche Kontrolle gelangen. Der tschechische Staat, der bereits rund 70 Prozent der CEZ-Anteile hält, schafft damit die Voraussetzungen, die kosten- und risikointensive Energieerzeugung aus dem direkten Marktwettbewerb herauszulösen. Während profitable Geschäftsbereiche für private Kapitalgeber attraktiv gemacht werden, wandern die langfristigen finanziellen Risiken der Atomkraft damit vollständig in die öffentliche Hand.


"Die tschechische Verstaatlichung der AKWs zeigt genau wie die bereits 2023 erfolgte französische einmal mehr: Atomkraft ist ein staatlich finanziertes Dauerprojekt. Während private Investoren sich aus der Verantwortung verabschieden, werden die finanziellen Risiken auf die öffentliche Hand abgewälzt. Über das EU-Finanzsystem werden letztlich auch die österreichischen Steuerzahler_innen die Kosten der europäischen AKW-Milliardengräber bezahlen", so atomstopp-Geschäftsführer Stoiber.
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