Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie

Atomenergie ist unsicher, teuer und verursacht Krebs

13.03.2026

Die atomkritische Organisation IPPNW kritisiert EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für ihre Abkehr vom Atomausstieg.

AtomkraftEU.jpg
© Microsoft Designer KI oekonews
„Von der Leyens Behauptung einer Renaissance der Atomenergie widerspricht den Tatsachen“, so Dr. med. Angelika Claußen, Co-Vorsitzende der IPPNW. „2025 wurden laut World Nuclear Industry Status Report 2025 weltweit nur vier neue Reaktoren ans Netz angeschlossen: zwei in China sowie je einer in Indien und Russland, zugleich wurden sieben Reaktoren stillgelegt. Der Bericht zeigt, dass die globalen Kapazitäten erneuerbarer Energien deutlich schneller wachsen als die der Atomenergie. Während Solar- und Windenergie einen Zuwachs um 460 GW erlebten, nahm die Atomenergie außerhalb Chinas, dem einzigen Land mit signifikant hohen Zuwächsen, weltweit um 1 GW ab. Atomstrom ist teuer, unsicher und löst unsere Abhängigkeit von Energieimporten nicht.”


Statt sich weiter an Atomenergie zu binden, brauchen wir eine konsequente Abkehr von einem auf Grundlast ausgelegten Stromnetz, um mit einer Kombination aus Speichern und Erneuerbaren auch den fossilen Energieträgern viel schneller den Rücken kehren zu können. Hintergrund von von der Leyens PR-Event ist die Tatsache, dass Atomstrom ohne massive Subventionen schlicht nicht wettbewerbsfähig ist. Im Gegensatz zur Atompropaganda war der Atomausstieg keine „strategische Fehleinschätzung”, sondern markiert den Erfolg der Erneuerbaren und befreit uns nicht nur von den unmittelbaren GAU-Gefahren, sondern auch von den Risiken der Atomstromerzeugung, die schon im Normalbetrieb auftreten. Strahlenbedingte Erkrankungen durch Atomkraftwerke wurden durch eine jüngst in den USA veröffentlichte Studie erneut eindrücklich unter Beweis gestellt, die eine Häufung von Krebstoten in der unmittelbaren Umgebung von Atomkraftwerken belegt.
Diese Sicherheitsdefizite werden durch die Überalterung der Reaktoren noch verschärft. Heute liegt das Durchschnittsalter aller Atomreaktoren weltweit bei 32,1 Jahren, in Frankreich sogar bei 38,9 Jahren und in der Schweiz bei 46,3 Jahren.

Die sichere Lagerung des strahlenden radioaktiven Abfalls für Millionen Jahre ist weltweit ein ungelöstes Problem.
Angesichts der enormen Verzögerungen und Kostenexplosionen in Frankreich ist es reiner Hohn, das Land als Vorbild und Atomstrom als „bezahlbar“ anzusehen.

Erst kurz vor Ende 2024 ging in Frankreich nach 17 Jahren Bauzeit, mit 12 Jahren Verspätung und für 23,7 Milliarden Euro – über 20 Milliarden mehr als ursprünglich veranschlagt – erstmals seit 25 Jahren ein neuer Reaktor ans Netz.
Die martialische Bildsprache, die der französische Präsident in der vergangenen Woche wählte, als er sich auf einem Militärstützpunkt in der Bretagne vor einem der für Frankreichs nukleare Abschreckungsdoktrin zentralen U-Boote inszenierte und einen Kurs der weiteren atomaren Aufrüstung ankündigte, legt den eigentlichen Grund hinter der plötzlich aufkeimenden Nukleareuphorie offen.
„Die derzeitigen nuklearen Aufrüstungsbestrebungen sind ein entscheidender Treiber der aktuellen Atomrhetorik“,
stellt die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Claußen fest. „Glaubhafte und effektive Abrüstung zugunsten einer friedlichen Welt braucht ebenso den Ausstieg aus der Produktion von Atomstrom“.
  • Drucken
  • Empfehlen
13.03.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

WWF fordert Kurswechsel: Fünf-Punkte-Plan gegen fossile Preisfalle

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Globale Kapazität erneuerbarer Energien könnte sich bis 2031 mehr als verdoppeln

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Sonntag, 12. April 2026, 68.795 Artikel Online

Weitere Themen

  •  Dukovany-AKW soll bis zu 80 Jahre laufen
  • Bürger empfinden Energie-Importabhängigkeit bedrohlich
  • Ägypten setzt auf Energiezukunft: Milliarden-Offensive für Strom aus  Wind- und Sonne 
  • EABG in aktueller Form kein Beschleunigungsgesetz: Öl- und Gasabhängigkeit braucht echte Gegenmaßnahmen
  • EU prüft Milliardenbeihilfen  für Frankreichs Atomkraft – sind sie "verhältnismäßig"?
  • Angriffe nahe iranischem Atomkraftwerk Buschehr: IAEA warnt vor vehementem Risiko
  • Energiewende im Interesse Europas: Forschung zeigt Wege zu mehr Akzeptanz
  • Klage gegen US-Regierung: Streit um Artenschutz im Golf von Mexiko
  • Banking im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens
  • Schweiz: Atomkraftwerk Gösgen wieder am Netz
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.138 Artikel | Seite 1 von 1.314

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
AtomkraftEU.jpg

© Microsoft Designer KI oekonews