Atomenergie ist unsicher, teuer und verursacht Krebs
„Von der Leyens Behauptung einer Renaissance der Atomenergie widerspricht den Tatsachen“, so Dr. med. Angelika Claußen, Co-Vorsitzende der IPPNW. „2025 wurden laut World Nuclear Industry Status Report 2025 weltweit nur vier neue Reaktoren ans Netz angeschlossen: zwei in China sowie je einer in Indien und Russland, zugleich wurden sieben Reaktoren stillgelegt. Der Bericht zeigt, dass die globalen Kapazitäten erneuerbarer Energien deutlich schneller wachsen als die der Atomenergie. Während Solar- und Windenergie einen Zuwachs um 460 GW erlebten, nahm die Atomenergie außerhalb Chinas, dem einzigen Land mit signifikant hohen Zuwächsen, weltweit um 1 GW ab. Atomstrom ist teuer, unsicher und löst unsere Abhängigkeit von Energieimporten nicht.”
Statt sich weiter an Atomenergie zu binden, brauchen wir eine konsequente Abkehr von einem auf Grundlast ausgelegten Stromnetz, um mit einer Kombination aus Speichern und Erneuerbaren auch den fossilen Energieträgern viel schneller den Rücken kehren zu können. Hintergrund von von der Leyens PR-Event ist die Tatsache, dass Atomstrom ohne massive Subventionen schlicht nicht wettbewerbsfähig ist. Im Gegensatz zur Atompropaganda war der Atomausstieg keine „strategische Fehleinschätzung”, sondern markiert den Erfolg der Erneuerbaren und befreit uns nicht nur von den unmittelbaren GAU-Gefahren, sondern auch von den Risiken der Atomstromerzeugung, die schon im Normalbetrieb auftreten. Strahlenbedingte Erkrankungen durch Atomkraftwerke wurden durch eine jüngst in den USA veröffentlichte Studie erneut eindrücklich unter Beweis gestellt, die eine Häufung von Krebstoten in der unmittelbaren Umgebung von Atomkraftwerken belegt.
Diese Sicherheitsdefizite werden durch die Überalterung der Reaktoren noch verschärft. Heute liegt das Durchschnittsalter aller Atomreaktoren weltweit bei 32,1 Jahren, in Frankreich sogar bei 38,9 Jahren und in der Schweiz bei 46,3 Jahren.
Die sichere Lagerung des strahlenden radioaktiven Abfalls für Millionen Jahre ist weltweit ein ungelöstes Problem.
Angesichts der enormen Verzögerungen und Kostenexplosionen in Frankreich ist es reiner Hohn, das Land als Vorbild und Atomstrom als „bezahlbar“ anzusehen.
Erst kurz vor Ende 2024 ging in Frankreich nach 17 Jahren Bauzeit, mit 12 Jahren Verspätung und für 23,7 Milliarden Euro – über 20 Milliarden mehr als ursprünglich veranschlagt – erstmals seit 25 Jahren ein neuer Reaktor ans Netz.
Die martialische Bildsprache, die der französische Präsident in der vergangenen Woche wählte, als er sich auf einem Militärstützpunkt in der Bretagne vor einem der für Frankreichs nukleare Abschreckungsdoktrin zentralen U-Boote inszenierte und einen Kurs der weiteren atomaren Aufrüstung ankündigte, legt den eigentlichen Grund hinter der plötzlich aufkeimenden Nukleareuphorie offen.
„Die derzeitigen nuklearen Aufrüstungsbestrebungen sind ein entscheidender Treiber der aktuellen Atomrhetorik“, stellt die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Claußen fest. „Glaubhafte und effektive Abrüstung zugunsten einer friedlichen Welt braucht ebenso den Ausstieg aus der Produktion von Atomstrom“.
Statt sich weiter an Atomenergie zu binden, brauchen wir eine konsequente Abkehr von einem auf Grundlast ausgelegten Stromnetz, um mit einer Kombination aus Speichern und Erneuerbaren auch den fossilen Energieträgern viel schneller den Rücken kehren zu können. Hintergrund von von der Leyens PR-Event ist die Tatsache, dass Atomstrom ohne massive Subventionen schlicht nicht wettbewerbsfähig ist. Im Gegensatz zur Atompropaganda war der Atomausstieg keine „strategische Fehleinschätzung”, sondern markiert den Erfolg der Erneuerbaren und befreit uns nicht nur von den unmittelbaren GAU-Gefahren, sondern auch von den Risiken der Atomstromerzeugung, die schon im Normalbetrieb auftreten. Strahlenbedingte Erkrankungen durch Atomkraftwerke wurden durch eine jüngst in den USA veröffentlichte Studie erneut eindrücklich unter Beweis gestellt, die eine Häufung von Krebstoten in der unmittelbaren Umgebung von Atomkraftwerken belegt.
Diese Sicherheitsdefizite werden durch die Überalterung der Reaktoren noch verschärft. Heute liegt das Durchschnittsalter aller Atomreaktoren weltweit bei 32,1 Jahren, in Frankreich sogar bei 38,9 Jahren und in der Schweiz bei 46,3 Jahren.
Die sichere Lagerung des strahlenden radioaktiven Abfalls für Millionen Jahre ist weltweit ein ungelöstes Problem.
Angesichts der enormen Verzögerungen und Kostenexplosionen in Frankreich ist es reiner Hohn, das Land als Vorbild und Atomstrom als „bezahlbar“ anzusehen.
Erst kurz vor Ende 2024 ging in Frankreich nach 17 Jahren Bauzeit, mit 12 Jahren Verspätung und für 23,7 Milliarden Euro – über 20 Milliarden mehr als ursprünglich veranschlagt – erstmals seit 25 Jahren ein neuer Reaktor ans Netz.
Die martialische Bildsprache, die der französische Präsident in der vergangenen Woche wählte, als er sich auf einem Militärstützpunkt in der Bretagne vor einem der für Frankreichs nukleare Abschreckungsdoktrin zentralen U-Boote inszenierte und einen Kurs der weiteren atomaren Aufrüstung ankündigte, legt den eigentlichen Grund hinter der plötzlich aufkeimenden Nukleareuphorie offen.
„Die derzeitigen nuklearen Aufrüstungsbestrebungen sind ein entscheidender Treiber der aktuellen Atomrhetorik“, stellt die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Claußen fest. „Glaubhafte und effektive Abrüstung zugunsten einer friedlichen Welt braucht ebenso den Ausstieg aus der Produktion von Atomstrom“.