ASFINAG: Ausschreibung für Planung, Errichtung und Betrieb von E-Ladeinfrastruktur
„Die Förderung der emissionsfreien Mobilität ist ein Eckpfeiler unserer Konzernstrategie. Wir möchten unseren Kundinnen und Kunden ein modernes hochrangiges Netz mit einem zeitgemäßen Angebot an E-Lademöglichkeiten bieten. Mit der Vergabe an einen Konzessionär setzen wir auf diesem Weg einen weiteren entscheidenden Schritt als nachhaltiger Mobilitätspartner und leisten einen wichtigen Beitrag zur Konjunkturbelebung“, sagen die ASFINAG-Vorstände Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser.
Damit erfährt die emissionsfreie Mobilität in Österreich einen maßgeblich fördernden Impuls. Die Vergabe zielt auf Lademöglichkeiten sowohl für Pkw als auch Lkw ab, und ist ein weiterer Schritt in Richtung flächendeckende und lückenlose Versorgung auf Autobahnen und Schnellstraßen.
Via europaweitem Vergabeverfahren werden dann neben den beiden bereits entsprechend ausgerüsteten Rastplätzen Roggendorf an der an der A 1 Westautobahn und dem Truckstop Hausruck an der A 8 Innkreisautobahn eine Reihe weiterer Standorte über ein umfassendes E-Angebot verfügen. Ziel ist bis 2030 alle rund 60 ASFINAG-Rastplätze mit E-Ladestationen auszustatten.
Konzessionsumfang für E-Ladeinfrastruktur
Von der jetzt gestarteten Konzessionsvergabe sind 21 österreichweit verteilte Rastplätze erfasst. Die ASFINAG errichtet die erforderlichen Strom- bzw. Netzanschlüsse. Der Konzessionär übernimmt die Rolle des sogenannten Charge Point Operators (CPO) sowie des Mobility Service Providers (MSP) und ist für die Errichtung, den Betrieb und die Wartung der E-Ladesäulen verantwortlich.
Die technischen Anforderungen an die Ladeinfrastruktur sind mindestens acht Schnell-Ladestationen für Pkw pro Standort, auch für Fahrzeuge mit Anhänger, und Schnell-Lader für Lkw mit auch mindestens einer Vorrichtung für Megawatt-Charging (MCS). Es sind Langsam-Ladestationen für Übernachtladen („overnight-charging”) des Schwerverkehrs vorzusehen.
Weiters im Umfang: ein Flugdach mit Photovoltaik-Anlagen, Beleuchtung, Barrierefreiheit und ein zeitgemäßes Bezahlsystem (Debit-/Kreditkarten). Aus heutiger Sicht ist eine Vergabe der Konzession mit Ende 2026, Anfang 2027 geplant, 2027 sollen die Standorte in Betrieb gehen.
Verwandte Artikel
- Las Vegas: Aktivisten fordern schnelleren Umstieg auf Elektro-Lkw
- PETITION: Kritik an geplanter Besteuerung von E-Dienstautos
- Österreich verliert Anschluss bei Elektroautos: Kritik an geplanter Steuermaßnahme
- WKÖ-Bundesspartenobmann Roth: „E-Auto-Steuerpläne sind ein fatales Signal“
- Elektroautos dominieren Norwegens Automarkt: Neuer Rekord mit 98,6 Prozent Anteil
- ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA