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ANSCHOBER: OÖ soll durch grünes Umweltressort zur Drehscheibe für Atomausstieg werden

13.09.2003

Präsentation des Antiatom–Programmes in Temelin

Linz (OTS) Nach Sondierungsgesprächen mit exponierten tschechischen Politikern am Freitag in Prag präsentierte Grünen–Spitzenkandidat Rudi Anschober im Rahmen einer von ihm einberufenen internationalen Anti–Atom–Konferenz in Temelin Samstag seine Pläne für eine Verstärkung der oö. Anti–Atompolitik für den Fall des Einzugs in die Landesregierung. Anschober strebt das Umweltressort an, wofür ein Wahlergebnis von über 9 % erforderlich ist. Teil 1 der Grün–Pläne: Oberösterreich schafft eine Allianz der Bundesländer und kooperiert eng mit dem neuen Umweltausschuss des Nationalrates unter Leitung von Eva Glawischnig, um die im Temelin–Tiefschlaf befindliche Bundesregierung endlich zu wecken und Stilllegungsverhandlungen samt einem Ausstiegsangebot zu erreichen. OÖ beruft selbst eine internationale Temelin–Ausstiegskonferenz ein. Teil 2: Durch grenzüberschreitende Energiewende–Projekte beweisen, dass der Atomausstieg möglich ist. Etwa durch gemeinsame Wind–, Sonnen– und Biomassekraftwerke. Ein erstes Pilotprojekt in der tschechischen Gemeinde Vezovata Plane läuft bereits. Das Land OÖ selbst soll bis 2010 einen Anteil von 10% Strom aus Sonne, Wind und Biomasse am Gesamtstromverbrauch erreichen. Teil 3: OÖ engagiert sich intensiv bei der für Herbst zu erwartenden UVP für das neue tschechische Energiekonzept, das langfristig die Entscheidung über die Atompolitik Tschechiens bringen wird (im vorliegenden Entwurf ist die Errichtung von bis zu 8 AKW geplant). Teil 4: OÖ verstärkt die Unterstützung der Anti–Atom–NGO´s in OÖ u Tschechien. Teil 5: OÖ wird zur internationalen Drehscheibe für den Atomausstieg und zum Sitz einer europäischen Anti–Atom–Allianz der atomkritischen Länder, Regionen, Gemeinden und NGO. Anschober abschließend: "OÖ könnte für den Atomausstieg einen wichtigen Beitrag liefern. Dafür braucht es ein starkes grünes Umweltressort mit Kompetenzen von Anti–Atom bis zur Energiepolitik."
Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament Reinhard Pickl–Herk Tel.: 0664–4151548 http://www.gruene.at mailto:presse@gruene.at
*** OTS–ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0021 2003–09–13/12:50

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13.09.2003 | Autor*in: pawek
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