Anhaltend starke Nachfrage nach regionaler Naturwärme in Niederösterreich
„Viele unserer neuen Kundinnen und Kunden schätzen die damit verbundene Unabhängigkeit, und auch die Nachhaltigkeit spielt weiterhin eine zentrale Rolle“, erklärt EVN-Sprecher Stefan Zach. Diese Entwicklung spiegelt sich im kontinuierlichen Ausbau der EVN-Naturwärmenetze wider: Allein im laufenden Jahr wurden 31,7 Kilometer neue Fernwärmetrassen verlegt.
Parallel zum Netzausbau stärkt die EVN ihre Erzeugungskapazitäten. Bestehende Biomasseanlagen in Baden, Phyra und Waidhofen an der Thaya wurden modernisiert, neue Anlagen entstanden in Himberg, Spillern und St. Pölten.
Besonders das Projekt in der niederösterreichischen Landeshauptstadt hebt Zach hervor: „Das Biomasse-Heizwerk in St. Pölten ist für uns ein echter Meilenstein. Die Anlage leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Dekarbonisierung der Wärmeversorgung unserer Landeshauptstadt.“
Mit den bestehenden Anlagen verarbeitet die EVN jährlich rund drei Millionen Schüttraummeter regionales Waldhackgut zu nachhaltiger Wärme. Die Biomasse bleibt damit ein zentrales Standbein der kommunalen Wärmeversorgung.
Um auch den künftig steigenden Wärmebedarf klimafreundlich abdecken zu können, erweitert die EVN ihr Portfolio um zusätzliche Technologien. Neben Power-to-Heat-Anlagen und Großwärmepumpen rückt dabei vor allem die Tiefen-Geothermie in den Fokus.
Bis 2035 plant die EVN den Bau von zwei Geothermie-Anlagen in der Thermenregion. Rund 100 Millionen Euro sollen in diese Zukunftstechnologie investiert werden. Ab 2026 startet das Unternehmen mit Informationsveranstaltungen und geologischen Untersuchungen. „Damit beginnt für uns die Ära der Geothermie – eine Schlüsseltechnologie für die nachhaltige Wärmeversorgung der Zukunft“, so Zach.
Gemeinsam mit Partnern aus Landwirtschaft und Sägeindustrie betreibt die EVN derzeit rund 80 Biomasseanlagen in Niederösterreich und Teilen Oberösterreichs. Insgesamt werden damit etwa 150.000 Haushalte mit Wärme versorgt. Rund zwei Drittel der kommunalen Fernwärme stammen derzeit aus Biomasse.
Zusätzlich arbeitet die EVN kontinuierlich an der Weiterentwicklung weiterer erneuerbarer Wärmequellen wie Solarthermie, Power-to-Heat und Tiefen-Geothermie – mit dem klaren Ziel, die Wärmeversorgung langfristig klimaneutral, regional und krisensicher aufzustellen.