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Angriffe nahe iranischem Atomkraftwerk Buschehr: IAEA warnt vor vehementem Risiko

07.04.2026

Beschuss von Atomanlagen sind reale Gefahr für die nukleare Sicherheit

nuclear-power-598820 1920.jpg
Atomkraft © Gerd Altmann pixabay.com

Wien - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat auf Basis neuer Satellitenbilder und eigener Geländeanalysen bestätigt, dass es erneut militärische Angriffe in unmittelbarer Nähe des iranischen Atomkraftwerks Buschehr (BNPP) gegeben hat. Demnach schlug ein Geschoss nur rund 75 Meter vom Kraftwerksgelände entfernt ein. Das eigentliche Kraftwerk blieb laut Auswertung von Satellitenaufnahmen vom 5. April  glücklicherweise unbeschädigt.
 

Trotzdem wächst die Sorge vor den Folgen der zunehmenden militärischen Aktivitäten in der Region. IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi warnte eindringlich, dass anhaltende Angriffe in der Nähe eines in Betrieb befindlichen Atomkraftwerks ein erhebliches Risiko seien. In Buschehr befinden sich große Mengen nuklearen Brennstoffs – ein Zwischenfall könnte daher einen schweren radiologischen Unfall auslösen, mit gravierenden Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Umwelt im Iran und darüber hinaus.
 

Based on its independent analysis of new satellite imagery and detailed knowledge of the site, the IAEA can confirm recent impacts of military strikes close to Iran’s Bushehr Nuclear Power Plant (BNPP), including one just 75 metres from the site perimeter. The BNPP itself has not… pic.twitter.com/zWpp3IaFLW

— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) April 6, 2026

 

 

Nach Angaben der IAEA wurde diese von iranischer Seite darüber informiert, dass es sich bereits um den vierten Vorfall dieser Art in den vergangenen Wochen handelt. Beim jüngsten Angriff sei ein Mitglied des Sicherheitspersonals durch ein Geschossfragment getötet worden.  Außerdem wurde ein Gebäude auf dem Gelände durch Druckwellen und Splitter beschädigt. Erhöhte Strahlungswerte wurden bislang nicht festgestellt.
 

Grossi betonte erneut, dass Angriffe auf Atomanlagen – unabhängig vom eigentlichen Ziel – eine reale und nicht hinnehmbare Gefahr für die nukleare Sicherheit darstellen. Besonders besorgniserregend sei, dass auch Nebengebäude betroffen sein könnten, in denen sich wichtige sicherheitsrelevante Ausrüstung befindet.
 

Der IAEA-Chef rief alle Konfliktparteien zu äußerster militärischer Zurückhaltung auf. Er verwies dabei auf die sieben grundlegenden Prinzipien zur Gewährleistung der nuklearen Sicherheit in Konfliktsituationen, deren Einhaltung essenziell sei. Sein Appell ist eindeutig: Atomanlagen und ihre unmittelbare Umgebung dürfen unter keinen Umständen Ziel militärischer Angriffe werden.

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