Angriffe auf iranische Atomanlagen: Reaktor in Arak erneut getroffen
Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde dabei unter anderem ein Schwerwasserreaktor in Arak getroffen, der sich weiterhin im Bau befindet.
Der rund 250 Kilometer südwestlich von Teheran gelegene Reaktor war bereits im vergangenen Jahr Ziel eines israelischen Angriffs. Auch diesmal soll es laut iranischen Angaben weder Verletzte noch den Austritt von Radioaktivität gegeben haben. Die Internationale Atomenergie-Organisation hatte schon zuvor bestätigt, dass sich die Anlage noch im Bau befindet.
Neben dem Reaktor wurde laut iranischer Atomenergieorganisation auch eine Anlage zur Herstellung von Uran-Konzentrat getroffen. Dieses Material ist ein wichtiger Bestandteil für die Produktion von Kernbrennstoff – aus Sicht Israels jedoch auch ein möglicher Schritt in Richtung Atomwaffenentwicklung.
Die israelische Armee erklärte, man habe auf Hinweise reagiert, wonach der Iran versuche, das Reaktorprojekt in Arak wieder voranzutreiben. Ziel der Angriffe sei es gewesen, die Entwicklung potenziell waffenfähiger Atom-Materialien zu verhindern.
Der Iran weist seit Jahren Vorwürfe zurück, an Atomwaffen zu arbeiten. Die Sorge vor einer möglichen nuklearen Aufrüstung zählt jedoch weiterhin zu den zentralen Spannungsfaktoren im Konflikt zwischen Teheran, Israel und den USA.