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Alternative Nobelpreisträger unterstützen Aktion "Gendreck weg"

31.07.2005

Flankiert von internationaler Aufmerksamkeit und Zustimmung, bereitet die "Aktion Gendreck weg!" ihre erste Aktion "zivilen Ungehorsams" vor

Am 30. und 31. Juli will die Bürgerinitiative das gentechnisch veränderte Erntegut eines Maisfeldes in Hohenstein im Naturpark Märkische Schweiz (Brandenburg) zerstören, um der europaweiten Ablehnung der Agro–Gentechnik Ausdruck zu verleihen.
Bereits jetzt wächst täglich und weltweit die Zahl der Befürworter der Aktion. Auch international beachtete Umweltschützer haben sich bestärkend zu Wort gemeldet, darunter mehrere Träger des Alternativen Nobelpreises.
"Die heute noch vorhandene genetische Vielfalt im Pflanzen– und Tierreich ist mehr als ausreichend, um die Ernährungsprobleme der Ärmsten zu lösen", stellt sich der äthiopische Umweltminister TEWOLDE BERHAN EGZIABHER ausdrücklich hinter das bewusst provokative Vorgehen der "Aktion Gendreck weg". Der Afrikaner hat sich unter anderem als sachkundiger, sozial engagierter Streiter für die Rechte der Farmer und Gemeinwesen auf natürliches, regional bewährtes Saatgut einen Namen gemacht und dafür im Jahr 2000 den Alternativen Nobelpreis bekommen.
Die unheilvolle Ausbreitung der Agro–Gentechnik wurzele im "Profitstreben weltumspannender Konzerne", betonte Egziabher anlässlich der 25–Jahr–Feier des Alternativen Nobelpreises Mitte Juni in Salzburg. Zudem behinderten "schlecht informierte Regierungen und korrumpierte Regierungsmitglieder überall auf der Welt eine objektive Diskussion über die wahren Probleme der Agro–Gentechnik". Dem weithin spürbaren Widerstand gegen gentechnische Veränderungen von Saatgut sicherte er deshalb seine ungeteilte Unterstützung zu.
Weitere namhafte Unterstützerinnen sind die indische Wissenschaftlerin VANDANA SHIVA, die 1993 für ihren Einsatz in der Frauenbewegung und in ökologischen Fragen den Alternativen Nobelpreis erhalten hat, sowie der Preisträger von 1997, MICHAEL SUCCOW. Der Professor für Landschafts{ökologie} an der Universität Greifswald setzte sich seit 1989 für die Einrichtung zahlreicher Nationalparks in Ostdeutschland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion ein.

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