Alps Future Award feiert Premiere beim AlpenKlimaGipfel auf der Zugspitze
Insgesamt wurden 75 Projekte eingereicht: 26 in der Kategorie Lebensraum Tirol und 49 in der Kategorie Tourismus. Im Mittelpunkt stehen Initiativen, die ökologische Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Innovation und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbinden und damit konkrete Antworten auf die Herausforderungen des Alpenraums liefern.
Sechs Projekte stehen im Finale
In der Kategorie „Lebensraum Tirol“ mit dem Leitthema Energiewende und Energieautonomie wurden drei Projekte nominiert:
- „Energiewende im Gründerzeithaus: 78 % CO₂-Reduktion“ der Tiroler Versicherung in Innsbruck, das die vollständige Dekarbonisierung eines historischen Wohn- und Geschäftshauses demonstriert.
- „HELIOPLANT® Tiefenbachgletscher Sölden“ der ehoch2 GmbH, ein innovatives Photovoltaiksystem, das sich durch seine spezielle Konstruktion selbst von Schnee befreit und künftig einen erheblichen Teil des Strombedarfs der Bergbahnen Sölden decken soll.
- „Nachhaltige Lebensmittelzustellung mit E-LKW“ von Eurogast Grissemann, das Tourismusbetriebe bereits heute mit vollelektrischen Lastwagen und Strom aus eigener Photovoltaik versorgt.
In der Kategorie „Tourismus“ mit dem Schwerpunkt Innovative Produkte und Angebote am Berg konkurrieren ebenfalls drei Finalisten:
- Der Allgäu-Walser-Pass, der als digitaler Gästepass zahlreiche touristische Angebote und den öffentlichen Verkehr in einer einzigen Anwendung bündelt.
- OLM Nature Escape im Südtiroler Ahrntal, eines der ersten nahezu energieautarken Eco-Aparthotels im Alpenraum.
- Eggental Taste Local, ein Projekt, das regionale Landwirtschaft und Gastronomie direkt miteinander vernetzt und damit lokale Wertschöpfungsketten stärkt.
Nachhaltigkeit mit konkreter Wirkung
Nach Angaben der Organisatoren sollen mit dem Alps Future Award keine theoretischen Konzepte, sondern bereits erfolgreich umgesetzte Lösungen ausgezeichnet werden. Der wissenschaftlich begleitete Auswahlprozess wird vom MCI Tourismus Innsbruck unterstützt. Eine siebenköpfige Fachjury aus den Bereichen Wissenschaft, Tourismus, Wirtschaft und Nachhaltigkeit bewertet die eingereichten Projekte nach ihrer tatsächlichen Wirkung und ihrem Vorbildcharakter.
Der Juryvorsitzende Prof. Hubert Siller betont, entscheidend sei nicht die Idee allein, sondern deren konkrete Umsetzung und die Möglichkeit, daraus Erkenntnisse für andere Regionen und Betriebe abzuleiten.
AlpenKlimaGipfel als Plattform für Zukunftsfragen
Der AlpenKlimaGipfel 2026 findet vom 23. bis 24. Juni auf der Zugspitze statt und bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Politik, NGOs und Medien zusammen. Im Mittelpunkt stehen Fragen der nachhaltigen Transformation und innovative Strategien für den sensiblen Lebens- und Wirtschaftsraum Alpen.
Mit dem neuen Alps Future Award erhält der Gipfel zusätzlich eine praxisorientierte Dimension: Ausgezeichnet werden konkrete Projekte, die zeigen, wie Klimaschutz, Innovation und regionale Entwicklung im Alpenraum erfolgreich miteinander verbunden werden können.