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Alarmstufe Rot: Die Erde heizt sich fast doppelt so schnell auf wie zuvor

06.03.2026

Eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) belegt: Seit 2015 hat die globale Erwärmung einen Gang höher geschalten. Das 1,5-Grad-Ziel rückt in bedrohliche Nähe! 

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© Rilsonav pixabay.com
POTSDAM – Es ist kein bloßes Gefühl   und auch kein statistisches Rauschen: Die Erde erwärmt sich nicht nur weiter, sie tut dies mit so extremer Geschwindigkeit,   dass  Klimaforscher weltweit alarmiert. sind. Laut einer ganz neu in den Geophysical Research Letters veröffentlichten Studie des PIK, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung,hat sich das Erwärmungstempo seit 2015 massivst beschleunigt. 

Schockierende Datenanalysen

Bisher galt eine Erwärmung von etwa 0,2 °C pro Jahrzehnt (Zeitraum 1970–2015) als trauriger Standard. Doch die neuen Analysen zeigen für die letzten zehn Jahre einen dramatischen Anstieg: Je nach Datensatz liegt die Rate nun bei rund 0,35 °C pro Jahrzehnt.

„Wir können nun erstmals eine starke und statistisch signifikante Beschleunigung der Erderwärmung nach 2015 belegen“, erklärt der US-Statistikexperte und Co-Autor Grant Foster. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, hat das Team eine Methode angewandt, die klimatische „Störfaktoren“ eliminiert.

Das „Rauschen“ wurde entfernt

Das Problem bei der Messung langfristiger Trends sind kurzfristige natürliche Phänomene, die das Bild verzerren können:

  • El Niño & La Niña: Pazifische Strömungen, die die Welt temporär aufheizen oder kühlen.

  • Vulkanausbrüche: Partikel in der Luft, die das Sonnenlicht blockieren.

  • Solare Zyklen: Die schwankende Intensität der Sonne.

Indem das Forschungsteam diese Faktoren aus fünf großen globalen Datensätzen (u. a. NASA und Berkeley Earth) herausrechnete, war der wahre Trend  klar sichtbar. Das Ergebnis ist eindeutig: Mit einer Sicherheit von über 98 Prozent lässt sich die Beschleunigung seit 2015 statistisch belegen. 


2023 und 2024: Rekorde trotz Bereinigung
 

Selbst wenn man den wärmenden Effekt des El-Niño-Phänomens und das aktuelle Sonnenmaximum abzieht, bleiben die Jahre 2023 und 2024 die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Die Beschleunigung des Trends begann laut der Studie sogar schon schleichend in den Jahren 2013 oder 2014.

 

„Setzt sich die Erwärmungsrate der vergangenen zehn Jahre fort, würde das zu einem langfristigen Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze des Pariser Abkommens vor dem Jahr 2030 führen.“
— Stefan Rahmstorf, Leitautor der Studie

Was bedeutet das für die Zukunft? 

Die Studie liefert den statistischen Beweis für das Wie, nicht das Warum. Dennoch weisen die Autoren darauf hin, dass diese Entwicklung absolut im Rahmen aktueller Klimamodellierungen liegt. Die Dynamik des Klimasystems reagiert unmittelbar auf die nach wie vor hohen Treibhausgasemissionen.

Der Spielraum für die Politik wird durch diese neuen Daten extrem klein. Laut Rahmstorf hängt das künftige Tempo der Erwärmung einzig und allein an einem Faktor: Wie schnell die Menschheit die CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen auf Null senkt. Die Uhr tickt nicht mehr nur – sie rast.


Artikel: Foster, G., Rahmstorf, S. (2026): Global Warming has accelerated significantly. Geophysical Research Letters. [DOI: 10.1029/2025GL118804]

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06.03.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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