Aktivist*innen blockieren Braunkohlekraftwerk Neurath
Neurath / Mönchengladbach - Am Freitag haben mehrere Klimaaktivistinnen die Zufahrt zum Braunkohlekraftwerk Neurath blockiert. Sie protestieren gegen die fortgesetzte Braunkohleverstromung, die Strafverfolgung ihrer Mitstreiterinnen und die ihrer Ansicht nach unzureichenden Ergebnisse der Weltklimakonferenz COP30 in Belém.
Parallel zur Blockade läuft am Landgericht Mönchengladbach die Berufungsverhandlung gegen eine Aktivistin der Block-Neurath-Gruppe, die sich im November 2021 während der COP26 in Glasgow an die Schienen der Kohlebahn gekettet haben soll.
„Wer Klimaschutz ernst nimmt, darf nicht wegschauen“
Lou K., eine der Blockierenden, erklärte vor dem Kraftwerkstor:
"In Belém diskutieren die Mächtigen über Klimaschutz, während die am stärksten Betroffenen kaum Gehör finden. Stattdessen werden Klimaaktivistinnen strafrechtlich verfolgt, während Konzerne wie RWE weiterhin Subventionen und hohe Abfindungen erhalten."
Die Aktivist*innen kritisieren insbesondere die höchst umstrittenen Zahlungen an RWE und den Umgang des Konzerns mit protestierenden Gruppen.
Räumung des Sündenwalds sorgt für Empörung
Zuletzt hatte RWE die Räumung des sogenannten Sündenwalds in der Nähe des Tagebaus Hambach durchgesetzt. Dort hatten Aktivist*innen über 13 Monate gegen die Pläne protestiert, stillgelegte Tagebaulöcher mit Rheinwasser zu fluten.
Lou K. warnte:
"Die Entnahme von Rheinwasser über Jahre hinweg würde Trinkwasserversorgung und Wasserlebewesen massiv belasten. Unsere Solidarität gilt all jenen, die gegen RWE und die Klimazerstörung kämpfen."
Vier Aktivist*innen aus dem Sündenwald befinden sich derzeit noch in Polizeigewahrsam in Köln-Kalk.
Klimapolitik und neue Gaskraftwerke
Die Proteste richten sich auch gegen die deutsche Klimapolitik. Während die COP30 in Belém keine verbindlichen Vereinbarungen zum Ausstieg aus fossilen Energien traf, beschloss der Koalitionsausschuss in Berlin den Bau neuer Gaskraftwerke und die weitere Subventionierung des Flugverkehrs. Laut Aktivist*innen verschärfen diese Maßnahmen die Klimakrise zusätzlich.
Neben dem Sündenwald sind auch andere Waldbesetzungen wie der Langener Bannwald in Südhessen von Räumungen bedroht.
Prozess am Landgericht Mönchengladbach
Am Landgericht Mönchengladbach läuft derzeit der Prozess gegen die vierte Aktivistin der Block-Neurath-Gruppe. Bei der Blockade 2021 wurde ein Kraftwerksblock abgeschaltet, wodurch bis zu 22.000 Tonnen CO₂ eingespart wurden.
Während der Verhandlung leugnete der ehemalige Kraftwerksleiter den menschengemachten Klimawandel. Der Prozess wird voraussichtlich am 28. November 2025 fortgesetzt.
Parallel zur Blockade läuft am Landgericht Mönchengladbach die Berufungsverhandlung gegen eine Aktivistin der Block-Neurath-Gruppe, die sich im November 2021 während der COP26 in Glasgow an die Schienen der Kohlebahn gekettet haben soll.
„Wer Klimaschutz ernst nimmt, darf nicht wegschauen“
Lou K., eine der Blockierenden, erklärte vor dem Kraftwerkstor:
"In Belém diskutieren die Mächtigen über Klimaschutz, während die am stärksten Betroffenen kaum Gehör finden. Stattdessen werden Klimaaktivistinnen strafrechtlich verfolgt, während Konzerne wie RWE weiterhin Subventionen und hohe Abfindungen erhalten."
Die Aktivist*innen kritisieren insbesondere die höchst umstrittenen Zahlungen an RWE und den Umgang des Konzerns mit protestierenden Gruppen.
Räumung des Sündenwalds sorgt für Empörung
Zuletzt hatte RWE die Räumung des sogenannten Sündenwalds in der Nähe des Tagebaus Hambach durchgesetzt. Dort hatten Aktivist*innen über 13 Monate gegen die Pläne protestiert, stillgelegte Tagebaulöcher mit Rheinwasser zu fluten.
Lou K. warnte:
"Die Entnahme von Rheinwasser über Jahre hinweg würde Trinkwasserversorgung und Wasserlebewesen massiv belasten. Unsere Solidarität gilt all jenen, die gegen RWE und die Klimazerstörung kämpfen."
Vier Aktivist*innen aus dem Sündenwald befinden sich derzeit noch in Polizeigewahrsam in Köln-Kalk.
Klimapolitik und neue Gaskraftwerke
Die Proteste richten sich auch gegen die deutsche Klimapolitik. Während die COP30 in Belém keine verbindlichen Vereinbarungen zum Ausstieg aus fossilen Energien traf, beschloss der Koalitionsausschuss in Berlin den Bau neuer Gaskraftwerke und die weitere Subventionierung des Flugverkehrs. Laut Aktivist*innen verschärfen diese Maßnahmen die Klimakrise zusätzlich.
Neben dem Sündenwald sind auch andere Waldbesetzungen wie der Langener Bannwald in Südhessen von Räumungen bedroht.
Prozess am Landgericht Mönchengladbach
Am Landgericht Mönchengladbach läuft derzeit der Prozess gegen die vierte Aktivistin der Block-Neurath-Gruppe. Bei der Blockade 2021 wurde ein Kraftwerksblock abgeschaltet, wodurch bis zu 22.000 Tonnen CO₂ eingespart wurden.
Während der Verhandlung leugnete der ehemalige Kraftwerksleiter den menschengemachten Klimawandel. Der Prozess wird voraussichtlich am 28. November 2025 fortgesetzt.