ADS-TEC Energy CEO Thomas Speidel: „Am Ende setzt sich das Bessere durch“
Berlin/Nürtingen – In der aktuellen Folge des Podcasts „BESSt of BESS“ spricht Thomas Speidel, CEO von ADS-TEC Energy und Präsident des Bundesverbands Energiespeicher Systeme (BVES e.V.), über zentrale Herausforderungen und Chancen der Energiewende.
Eine klare Botschaft zieht sich durch das Gespräch mit Moderator Maximilian Hüls: „Der treibende Faktor ist die Physik. Gegen sie kann man nur bedingt Politik machen“, so Speidel. Subventionen wie zum Beispiel für Öl oder Gas könnten Entwicklungen verzögern, aber nicht dauerhaft aufhalten: „Irgendwann muss die Politik der Physik folgen.“
Entscheidend sei, Wettbewerb zuzulassen und gleichzeitig faire Rahmenbedingungen zu schaffen. „Wenn sich Technologien in einem klaren gesetzlichen Rahmen frei bewegen können, setzt sich am Ende das Bessere durch.“
Vor diesem Hintergrund betont Speidel die Bedeutung technologischer Souveränität: „Nur wer die Technologie beherrscht, kann am Ende auch das Geschäftsmodell optimieren.“ Gerade bei kritischer Energieinfrastruktur gehe es darum, Systeme nicht nur zu nutzen, sondern auch zu verstehen und zu kontrollieren.
Ein konkretes Beispiel ist das von ADS-TEC Energy geplante Großspeicherprojekt im Gigawatt-Format. Neben der technischen Dimension hebt Speidel insbesondere die gesellschaftliche Perspektive hervor: „Bei solchen Projekten geht es auch darum, Betroffene zu Beteiligten zu machen.“ Ziel sei es, die Transformation nicht nur technologisch, sondern auch gesellschaftlich tragfähig zu gestalten.
Mit Blick auf die Energiewende plädiert Speidel für einen pragmatischen Ansatz: „Die perfekte Lösung wird es nicht geben. Entscheidend ist, dass wir die Dinge Schritt für Schritt besser machen.“
Die vollständige Podcastfolge ist auf Spotify abrufbar.