Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

„ACHTUNG GEFAHR“: WWF-Riesenbanner warnt vor Kaunertal-Ausbau

22.02.2026

Mit einer spektakulären Aktion am Innsbrucker Landhausplatz hat der WWF ein unübersehbares Zeichen gegen das Kraftwerks-Megaprojekt im Kaunertal gesetzt.

Aktion Stopp Ausbau KW Kaunertal(DSCF5438)-c-Christopher Glanzl.jpg
Der Megabanner warnte in Innsbruck vor der Gefahr © WWF Christoph Glanzl

Ein 20 Meter langes Banner macht deutlich: Der geplante Kraftwerksausbau ist ein Sicherheitsrisiko für Mensch und Natur.
 

Protest am Landhausplatz: Sicherheit vor Profit 

Unter dem massiven Schriftzug „Achtung Gefahr“ protestierten Aktivisten am Mittwoch direkt vor dem Sitz der Tiroler Landesregierung. Der Vorwurf des WWF wiegt schwer: Die Naturschutzorganisation bezichtigt den Energiekonzern Tiwag, zentrale Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Hochgebirge zu ignorieren oder zu verschleiern.

„Sicherheit muss vor Profit gehen“, fordert Marlis Knapp, Kampagnensprecherin des WWF. Sie appelliert direkt an Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP), in seiner Rolle als Tiwag-Eigentümervertreter die „Stopptaste“ für das milliardenschwere Prestigeprojekt zu drücken.
 

Skandalös lückenhafte Unterlagen?

Im Zentrum der Kritik stehen die Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Laut WWF sind diese „skandalös unvollständig“. Besonders in den Bereichen Geologie, Permafrost und Gletscherrückgang klaffen laut Experten erhebliche Wissenslücken.

In Zeiten der Klimakrise verschärfen sich die alpinen Gefahren:

  • Permafrost: Das Auftauen instabiler Böden gefährdet die Statik von Großbauwerken.

  • Gletscherschmelze: Rückgehende Eismassen begünstigen Felsstürze und Hanginstabilitäten.

  • Transparenz-Mangel: Der WWF wirft dem Konzern vor, diese Risiken nicht lückenlos offenzulegen.


Ein Tal soll verschwinden 

Das Ausbauprojekt sieht vor, das bisher unberührte Platzertal mit einem 120 Meter hohen Staudamm zu verbauen und komplett zu fluten. Im Endausbau drohen zudem drastische Folgen für das Ötztal: Bis zu 80 Prozent des Wassers sollen dort abgeleitet werden – und das in einer der niederschlagsärmsten Regionen Tirols.
 

Die Forderung: Unabhängige Prüfung statt Profitgier

Der WWF sieht in dem Projekt primär den Versuch der Tiwag, Gewinne im internationalen Stromhandel zu maximieren, während die lokale Bevölkerung die Risiken trägt. Die Forderungen sind klar:

  1. Sofortiger Stopp der aktuellen Planungen.

  2. Unabhängige Untersuchungen zu den geologischen Gefahren durch Permafrost und Gletscherschwund.

  3. Fokus auf Alternativen: Umsetzung naturverträglicherer Projekte, wie sie etwa im Kühtai bereits bekannt sind.

„Wer in dieser instabilen Hochgebirgslage milliardenschwere Infrastruktur plant, ohne alle Risiken offenzulegen, handelt fahrlässig“, so Knapp abschließend.

Verwandte Artikel

  • Ostern ohne bitteren Beigeschmack: Entwaldungsfreie Lieferketten für Schokolade als klares Ziel
  • Pottwale, Finnwale und Delfine im Mittelmeer zunehmend bedroht
  • Entsiegeln statt versiegeln: WWF fordert Hitzeschutz-Programm
  • Gemeinsamer Appell: Einzelhandel und WWF fordern Maßnahmen für pflanzenreiche Ernährung
  • WWF kritisiert Kaunertal-Einreichung als “fahrlässig und verantwortungslos”
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
22.02.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Österreichisches Umweltzeichen für das Kaunertal 

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Deutschland: Keine Rolle rückwärts bei der Energiewende

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 17. April 2026, 68.836 Artikel Online

Weitere Themen

  • Oberösterreich sagt Pfui zu Müll – Hui zu sauberer Umwelt: Zigarettenmüll im Visier
  • Politischer Streit in Tschechien eskaliert: Drohungen gegen Umweltorganisationen sorgen für Empörung
  • Umweltorganisation warnt vor „Bumerang-Effekt“ des neuen  Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes
  • 135 Millionen Euro für die Mode von morgen: Reju plant Recycling-Riesen in den Niederlanden
  • Blütenreiche Ostern – wie kaum zuvor. Bäume unter Stress?
  • Kreislaufwirtschaft für flexible Materialien: EU-Projekt »FlexCycle« setzt auf KI und flexible Robotik
  • Studie zu nachhaltigem Outdoorsport zeigt: Wahrnehmung und Verhalten klaffen auseinander
  • Motorradfahren und Nachhaltigkeit: Ein Widerspruch?
  • Nachhaltige Kunststoffverarbeitung: Wie neue Werkzeugbeschichtungen Recyclingmaterialien salonfähig machen
  • VAMED Vitality World Resorts erhalten Umweltzeichen 
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 2
  • 3(current)
  • 4
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.243 Artikel | Seite 3 von 1.525

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Aktion Stopp Ausbau KW Kaunertal(DSCF5438)-c-Christopher Glanzl.jpg

Der Megabanner warnte in Innsbruck vor der Gefahr © WWF Christoph Glanzl