Absurd: Bei ungewöhnlicher Hitzewelle laufen 1,3 Millionen fossile Kessel im Keller statt Solaranlagen am Dach
In zwanzig Ländern Europas herrschen Temperaturen über 30 Grad, eine absolut ungewöhnliche Hitzewelle im Mai. „Die Sonne liefert Energie ohne Ende und in Österreichs Keller laufen 1,3 Millionen Kessel, um warmes Wasser für Bad und Küche mit Öl und Gas zu erzeugen, das ist doch absurd“, sagt Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria Solar. „In Zeiten der Teuerung geben die Haushalte dafür 580 Millionen Euro im Jahr aus, während die Sonne die Energie gratis liefert.“ Die Warmwasserbereitung mit Öl und Gas verursacht darüber hinaus 1,2 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr, so viel wie 590.000 Autos ausstoßen. Dabei braucht die Sonne gerade einmal eine halbe Stunde, um diese Energiemenge auf ganz Österreich einzustrahlen. „Derzeit decken wir nur zwei Prozent der Wärme mit der Sonne, langfristig sind 20 Prozent möglich“, so Hackstock. Dies zeigen auch die Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten Studie „Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich für 2030 und 2040“ des Klima- und Energiefonds.
Sonne spart Geld für Familienurlaub
In Österreich werden jährlich rund 180 Millionen Liter Öl und 280 Millionen Kubikmeter Erdgas für die Warmwasserbereitung verbrannt, die wir aus Kasachstan, Irak, Aserbaidschan, Libyen, Nigeria, Russland und USA importieren. Eine 4-köpfige Familie verbraucht rund 170 Liter Warmwasser pro Tag, pro Jahr benötigt sie 400 Liter Öl oder 330 Kubikmeter Erdgas, wenn sie fossil heizt. „Das kostet jeden Haushalt nach derzeitigen Preisen zwischen 300 und 600 Euro im Jahr, das könnte eine Solaranlage einsparen, die Familie kann um das Geld übers Wochenende Urlaub im Hotel mit Pool machen“, rechnet Hackstock vor. Eine Solaranlage für Warmwasser ist in einem Tag montiert und liefert von Mai bis September kostenlos Energie. Der Verband Austria Solar hat unter www.solarwaerme.at eine schnelle Solarinstallateur-Suche eingerichtet, um den Umstieg zu erleichtern.
AUSTRIA SOLAR