Ab und zu passieren STERNSTUNDEN
Gestern auf Radio Ö1, dem Wissenschafts- und Kultursender des ORF, war die mittägliche Diskussionsrunde namens "punkteins" dem Thema "Stromnetz, Hitze und Hellbrise" gewidmet.
Die Moderatorin hatte zwei Diskutanten eingeladen, nämlich den Wissenschaftler des AIT (Austrian Institute of Technology) DI DR. Friedlich Kupzog und den Vorstand der APG (Austrian Power Grid, der Übertragungsnetzbetreiber Österreichs) DI Gerhard Christiner.
Zuhörer können in der Sendung anrufen und ihre Anliegen einbringen. Das habe ich gestern gemacht, von Minute 28 bis ca. 32 (siehe Link unten; ca. ab 13Uhr28).
1. habe ich betont, dass wir einen Systemumbau benötigen und nicht bloß eine Netzanpassung an mehr Ökostrom, weil Photovoltaikstrom die Verteilnetze betrifft (das sind Nieder- und Mittelspannung).
2. habe ich die weitgehend fehlende Kommunikation zwischen den Übertragungsnetzbetreibern und den Verteilnetzbetreibern kritisiert.
Und dann war einige Minuten lang (von ca. 32 bis ca. 37) sozusagen ein Gleichklang in den Gedanken von zuerst der Moderatorin, dann des Technikvorstandes Christiner und schließlich des Experten zustande gekommen, wie ich das noch nie erlebt hatte:
Alle hatten begriffen, dass die Energiewende nicht weniger als einen "fundamentalen" (O-Ton Christiner) Systemumbau darstellt. Also weit über eine Anpassung oder Integration der Erneuerbaren hinaus geht.
Alle hatten begriffen, dass der Netzumbau Bottom-Up stattfinden muss, und nicht das bisherige Top-Down-System aufrechterhalten werden kann, wenn die Stromwende gelingen soll.
Beide Experten stimmten zu, dass eine echte Kooperation und der intensive Informationsaustausch der Netzbetreiber über alle Netzebenen unerlässlich sind.
Am meisten hat mich das öffentliche Bekenntnis des APG-Vorstandes gefreut, als er zur Gesamt-österreichischen Lage des Stromnetzes (gemeint: über alle Netzebenen hinweg) wörtlich feststellte: "Es braucht einen sehr sehr vorausschauenden, ganzheitlichen Plan. Den gibt es in der Form in Österreich leider nicht."
Lassen Sie sich, geschätzter oekonews.at-Leser also auf der Zunge zergehen: Bis zum heutigen Tag und nach diversen Studien, über die wir hier berichtet und die wir kritisiert hatten, dominiert das geldverbennende Gegeneinander.
Die Frage steht weiterhin im Raum: Wann werden die Netzbetreiber aller Ebenen endlich auf Kooperation umschalten? - zuerst in den Köpfen, dann in den Netzen!
Es geht schließlich um UNSER GELD, das wir in Form von Netzgebühren zahlen.
Die Moderatorin hatte zwei Diskutanten eingeladen, nämlich den Wissenschaftler des AIT (Austrian Institute of Technology) DI DR. Friedlich Kupzog und den Vorstand der APG (Austrian Power Grid, der Übertragungsnetzbetreiber Österreichs) DI Gerhard Christiner.
Zuhörer können in der Sendung anrufen und ihre Anliegen einbringen. Das habe ich gestern gemacht, von Minute 28 bis ca. 32 (siehe Link unten; ca. ab 13Uhr28).
1. habe ich betont, dass wir einen Systemumbau benötigen und nicht bloß eine Netzanpassung an mehr Ökostrom, weil Photovoltaikstrom die Verteilnetze betrifft (das sind Nieder- und Mittelspannung).
2. habe ich die weitgehend fehlende Kommunikation zwischen den Übertragungsnetzbetreibern und den Verteilnetzbetreibern kritisiert.
Und dann war einige Minuten lang (von ca. 32 bis ca. 37) sozusagen ein Gleichklang in den Gedanken von zuerst der Moderatorin, dann des Technikvorstandes Christiner und schließlich des Experten zustande gekommen, wie ich das noch nie erlebt hatte:
Alle hatten begriffen, dass die Energiewende nicht weniger als einen "fundamentalen" (O-Ton Christiner) Systemumbau darstellt. Also weit über eine Anpassung oder Integration der Erneuerbaren hinaus geht.
Alle hatten begriffen, dass der Netzumbau Bottom-Up stattfinden muss, und nicht das bisherige Top-Down-System aufrechterhalten werden kann, wenn die Stromwende gelingen soll.
Beide Experten stimmten zu, dass eine echte Kooperation und der intensive Informationsaustausch der Netzbetreiber über alle Netzebenen unerlässlich sind.
Am meisten hat mich das öffentliche Bekenntnis des APG-Vorstandes gefreut, als er zur Gesamt-österreichischen Lage des Stromnetzes (gemeint: über alle Netzebenen hinweg) wörtlich feststellte: "Es braucht einen sehr sehr vorausschauenden, ganzheitlichen Plan. Den gibt es in der Form in Österreich leider nicht."
Lassen Sie sich, geschätzter oekonews.at-Leser also auf der Zunge zergehen: Bis zum heutigen Tag und nach diversen Studien, über die wir hier berichtet und die wir kritisiert hatten, dominiert das geldverbennende Gegeneinander.
Die Frage steht weiterhin im Raum: Wann werden die Netzbetreiber aller Ebenen endlich auf Kooperation umschalten? - zuerst in den Köpfen, dann in den Netzen!
Es geht schließlich um UNSER GELD, das wir in Form von Netzgebühren zahlen.