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Sardinien kann 2025 fossilfrei werden

Reichhaltig erneuerbare Energien und vielleicht auch politischer Wille

Politik gefragt

Eine neue Studie des RELAB am renommierten Politecnico di Milano im Auftrag des WWF Italia kommt zu diesem Schluss. Insbesondere verfügt die Mittelmeerinsel mit 1,6 Mio. Einwohnern über enorme Wasser-, Wind- und Sonnenkraftpotenziale, die erst zum Teil genutzt werden.
Denn bislang, so der Vorwurf des WWF, verfolgen die politisch Verantwortlichen keine konsistente und kontinuierliche Energiewendestrategie. Diese vorausgesetzt könnte es jedoch rasch mit der Energieautonomie auf Sardinien gehen.

Und es zahlt sich aus

Die Voraussetzungen sind gut, weil Sardinen Strom-, nicht Ökostrom-Nettoexporteur ist und die Energienachfrage im Industriesektor in den vergangenen Jahren abgenommen hatte.
Was bedeutet, mit ausreichend Wasserkraftpumpspeichern und, falls noch erforderlich, mit Bevorratung grünen Wasserstoffs für die Industrie kann laut RELAB auch die Zwischenspeicherung von Energie gelöst werden.
Bezieht man das 2050-Netto-Null-CO2-Ziel der EU und damit Italiens in die wirtschaftlichen Berechnungen ein (= CO2-Kosten bis 2050), ist auch laut der Studie eindeutig, dass sich die umgehende und konsequente Energiewende auf Sardinen rechnet.
Anmerkung des Autors: Wahrscheinlicher ist, dass unter Einsatz von billigeren stationären Großbatterien letztlich eher wenig, dann primär industrieller Wasserstoffbedarf übrig bleiben dürfte. Denn Sardienen verfügt über keine großflächigen Gasnetze für Privat- bzw. Gewerbekunden.
www.gmotta.energia.polimi.it/wp-content/uploads/Analisi_preliminare_sul_possibile_percorso_di_decarbonizzazione_della_Sardegna-_v1.0.pdf

Fritz Binder-Krieglstein
www.renewable.at


Artikel Online geschaltet von: / Dr. Fritz Binder-Krieglstein /