© Gerhard Wirth / Jubiläumsveranstaltung E-vent
© Gerhard Wirth / Jubiläumsveranstaltung E-vent

Vorarlbergs Energiewende schreitet voran

LR Gantner und LR Rauch: Zehn erfolgreiche Jahre auf dem Weg in Richtung Energieautonomie

Dornbirn – Vor zehn Jahren hat das Land Vorarlberg mit dem einstimmigen Beschluss zur Energieautonomie nicht nur in Österreich, sondern weit über die Landesgrenzen hinaus eine wichtige Vorreiterrolle übernommen. Das Ziel: Bis 2050 soll der Energieverbrauch in Vorarlberg vollständig mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Mit der Jubiläumsveranstaltung E-vent am Freitag, 14. Juni 2019, wurde die erfolgreiche Entwicklung auf diesem Weg stellvertretend an sieben Stationen erlebbar gemacht.

Meilenstein in der Energiegeschichte Vorarlbergs

"Die Entscheidung für die Energieautonomie Vorarlberg darf selbstbewusst als Meilenstein der Energiegeschichte Vorarlbergs bezeichnet werden", zeigten sich Landesrat Christian Gantner und Landesrat Johannes Rauch bei der Eröffnung der Veranstaltung im Energiewerk Ilg in Dornbirn einig. Mittlerweile deckt Vorarlberg bereits rund 40 Prozent seines Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien aus Biomasse, Wasser- und Sonnenkraft ab.

Die Energieautonomie Vorarlberg fußt auf vielen unterschiedlichen Maßnahmen, Initiativen und Projekten. Mit punktuellen Schwerpunktthemen werden jene relevanten Teilbereiche forciert, die einerseits möglichst viel Handlungsspielraum zulassen – und andererseits das größte Entwicklungspotenzial erlauben. Dazu zählen insbesondere die MissionZeroV – diese steht für das Bekenntnis des Landes Vorarlberg, als österreichweit erste Landesverwaltung bis zum Jahre 2040 keine CO2-Emissionen mehr auszustoßen – und die Zielsetzung „Raus aus Öl“. „Hier liegt ein großes Potenzial zur Reduktion des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen“, so Landesrat Gantner. In den vergangenen zehn Jahren wurden bereits 40 Prozent der bestehenden Ölheizungen durch erneuerbare Heizsysteme ersetzt. Bis 2030 wollen wir gemeinsam mit dem Bund weitere 50 Prozent ersetzen.

Dritter Schwerpunkt ist die Elektromobilität. Vorarlberg ist österreichweit Spitzenreiter bei den Neuzulassungen von Elektroautos. „Darüber hinaus ist aber der beste und umweltschonendste Verkehr jener, der vermieden werden kann“, sagte Landesrat Rauch. Das Land Vorarlberg setzt daher seit vielen Jahren auf einen massiven Ausbau sanfter Mobilität. Moderne Bahnhöfe werden zu Mobilitäts-Drehscheiben, die Bahn, Busse, E-Autos und Fahrräder miteinander verknüpfen. "E-Autos sehe ich als Brückentechnologie. Nur wenn wir unser Mobilitätsverhalten nachhaltig verändern, werden wir auch einen positiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten können", so Rauch.

Beim "E-vent" öffneten Energieproduzenten wie das Kleinwasserkraftwerk Mühletorplatz, das Biomasseheizwerk Rankweil oder das Energiewerk Ilg in Dornbirn genauso wie die Brauerei Frastanz, die Fabrik Klarenbrunn in Bludenz, die VKW Mobilitätszentrale in Bregenz und die Energieautonomiegemeinde Hard ihre Pforten und zeigen der interessierten Bevölkerung, wie sie in ihrem Wirkungsbereich die Ziele der Energieautonomie Vorarlberg 2050 unterstützen und aktiv vorantreiben. Die Brüder Tobias und Bernhard Ilg zählen hier zu den Pionieren. Das Energiewerk Ilg wird nach Fertigstellung des Holzkraftwerkes am Standort Stöcken im Sommer rund 7.000 Dornbirner Haushalte mit erneuerbarer Energie aus Biomasse, Photovoltaik, Biogas, Biomethan, Holzgas und Wind versorgen. Laufend werden im Energiewerk Ilg neue Techniken und Trends getestet und vorangetrieben.

Quelle: VLK


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