© Kiwanis Club Krems-Wachau Martin Kalchhauser / vlnr. Matthias Zawichowski, Wolfgang Löser, Tina Weiss (KC Krems-Wachau), Moderatorin Karin Bauer, Bürgermeister Martin Bruckner und Windkraftpionier Andreas Dangl
© Kiwanis Club Krems-Wachau Martin Kalchhauser / vlnr. Matthias Zawichowski, Wolfgang Löser, Tina Weiss (KC Krems-Wachau), Moderatorin Karin Bauer, Bürgermeister Martin Bruckner und Windkraftpionier Andreas Dangl

Warum die Hitzewelle 2018 unsere Zukunft retten kann

Der Kiwanis Club Krems-Wachau lud zu seiner ersten Podiumsdiskussion

Mit dem provokanten Titel "Warum die Hitzewelle 2018 unsere Zukunft retten kann" lud der Kiwanis Clubs Krems-Wachau zu seiner ersten Podiumsdiskussion ein, die am Donnerstag, 14. März 2019 an der IMC Fachhochschule Krems am Campus Krems stattfand. Als das Thema im August 2018 vom Vorstandsteam (in erster Linie KF Herbert Malek, der sich in seiner Freizeit intensiv dem Thema Klimawandel und Erneuerbare Energien widmet) fixiert wurde, wusste noch niemand, dass sich unsere Jugend rund um den Globus (weltweite Streiks mit dem Motto „Fridays for future“) formiert und ein rasches Handeln der Politik fordert.

Mehr als 100 Gäste konnten die Kremser Kiwanis begrüßen, die im Anschluss von KF Inge und Franz Zauchinger, Judith Bauer und Karl Klein mit besten Weinen und kleinen Snacks verwöhnt wurden.

Warum widmete sich der der Kremser Club diesem Thema?

Die große Herausforderung dem Klimawandel entgegen zu wirken betrifft uns alle jetzt, um somit eine lebenswerte Umwelt für unsere Kinder und Enkelkinder in der Zukunft zu hinterlassen. Und die nachfolgende Generation fordert das auch ein. Das spiegelt sich in den weltweiten Klimastreiks der Jugend wider, die durch die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg ausgelöst wurden. Unsere Jugend ist nicht gegen etwas, nein sie tritt für die Ziele des Pariser Klimaabkommens ein und fordert die Einhaltung der 1,5 Grad Erderwärmung durch entsprechende Rahmenbedingungen, Strukturwandel und Maßnahmen umzusetzen.

Mit Optimismus gegen den Klimawandel

Karin Bauer, Ressortleiterin Karriere bei der Tageszeitung DER STANDARD, sprach mit Klima-Pionieren und Vorreitern über deren spannenden Projekte. Das Podium bestand aus hochkarätigen Vertretern aus den Bereichen Elektromobilität, Erneuerbare Energien (Photovoltaik, Windkraft) und neuer Mobilitätskonzepte. Vorreiter, Umsetzer und Macher wurden vor den Vorhang geholt. Sie berichteten über ihre eigenen Projekte, und gaben dem Publikum Tipps und Ratschläge. Beim Abschluss-Statement waren sich alle einig: Wenn wir, aber in erster Linie die Politik, nicht jetzt sofort zu handeln beginnen, dann werden uns unsere Kinder und Enkelkinder nicht glauben, wenn wir sagen, wir hätten von all dem nichts gewusst.

Pioniere am Podium

Martin Bruckner, Bürgermeister von Großschönau: Vordenker und Umsetzer von klimafreundlichen Projekten in seiner Gemeinde Großschönau im Waldviertel. Sein Ziel ist, auch weiterhin im In- und Ausland aktiv für Umwelt- und Klimaschutz einzutreten – als Vorsorge für zukünftige Generationen.

Andreas Dangl, der Windkraft-Pionier aus dem Waldviertel: 1999 Gründung der W.E.B als erste Windenergie-Aktiengesellschaft in Österreich. Derzeit ist er Geschäftsführer der futuredriving.at Dangl GmbH.

Wolfgang Löser: Ein Praktiker der ersten Stunde, einer der vorrechnet und erklärt, wie viel man mit einem Plusenergie-Haus einspart. Er ist Bauer im niederösterreichischen Weinviertel und hatte bereits vor 30 Jahren die Vision, sämtliche auf seinem Bauernhof benötigte Energie aus erneuerbaren Quellen selbst zu produzieren. Vor einigen Jahren war er Österreichs erster energieautarker Landwirtm dadurch wurde er zum viel gefragten Vortragsredner zum Thema.

Matthias Zawichowski: Teilhabender Geschäftsführer im-plan-tat, Universitätslektor an der TU Wien, Obmann des Mobilitätsvereins fahrvergnügen.at. Seine fachlichen Schwerpunkte sind Elektromobilität und dazugehörige Infrastruktur und innovative Formen der Mobilität.

Diskutiert wurde, ob es im engerem Umfeld, noch eine Chance gibt, dem Klimawandel Einhalt zu bieten. "Gerade wegen der nicht sehr aussichtsreicher Situation ist ein extrem rasches Handeln unausweichlich,.. wie weit dann die Klimaschutz-Maßnahmen allerdings greifen ist schwer abschätzbar, die Natur hat immer „heilende Kräfte“, was auch die „Entsorgung“ eines großen Teiles der Menschheit sein könnte, wie auch immer, bitte nie den Mut verlieren, wir alle haben Schöpfungsverantwortung, selbst wenn morgen die Welt „untergeht“ pflanzen wir heute noch Bäume!" so Wolfgang Löser.

Einige Fakten (gesammelt von Wolfgang Löser) :

Die Erwärmung in den Alpen lieg bereits über +2 Grad Durchschnittstemperatur
Am Nordpol +5 Grad Durchschnittstemperatur
Im Weinviertel: Nur in der Vegetationsperiode März –Okt. + 5 Grad Erwärmung Effektiv


Autoren für OEKONEWS: KF Tina Weiss/ Präsidentin Kiwanis Club Krems-Wachau und Wolfgang Löser


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