© Greenpeace / Mitja Kobal - There is no planet B
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"FridaysForFuture"€: Weltweiter Protest für Klimaschutz

Mehr als 10.000 TeilnehmerInnen in Wien - Umweltschutzorganisation fordert Regierung auf, Schülerinnen und Schüler ernst zu nehmen

© Greenpeace / Mitja Kobal - Es muss endlich gehandelt werden
© Greenpeace / Mitja Kobal - Es muss endlich gehandelt werden
© oekonews / Auch wenn die Mehrheit der Menschen aus Jugendlichen bestand - gab's auch Klima-Prominenz der älteren Generation: Professor Helga Kromp-Kolb
© oekonews / Auch wenn die Mehrheit der Menschen aus Jugendlichen bestand - gab's auch Klima-Prominenz der älteren Generation: Professor Helga Kromp-Kolb
© oekonews / Auch wenn die Mehrheit der Menschen aus Jugendlichen bestand - gab's auch Klima-Prominenz der älteren Generation: Peter Püspök
© oekonews / Auch wenn die Mehrheit der Menschen aus Jugendlichen bestand - gab's auch Klima-Prominenz der älteren Generation: Peter Püspök

In 106 Ländern weltweit, darunter in Österreich, Deutschland und den USA, sind heute Millionen Menschen auf die Straße gegangen, um für den Klimaschutz zu protestieren. In Wien haben laut Angaben der Polizei 10.500 Menschen an der Großveranstaltung der Initiative "FridaysForFuture" teilgenommen. Auch Greenpeace unterstützt den weltweiten Protest, der von Jugendlichen aus aller Welt getragen wird. Die Umweltschutzorganisation fordert jetzt die österreichische Regierung auf, endlich wirksame, klimapolitische Maßnahmen zu ergreifen.

"Wir gehen heute auf der ganzen Welt auf die Straße, weil wir nicht länger warten können bis Regierungen den Klimawandel ernst nehmen. Wenn Klimawandelleugner regieren und nichts gegen die größte Krise der Menschheit unternehmen, können wir nicht stillhalten"€, erklärt die 18-jährige Lena Schilling, Schülerin der Kunst- und Modeschule Herbststraße in Wien. Inspiriert wurde die Protestbewegung von Greta Thunberg. Die 16-jährige Klimaaktivistin begann bereits im August 2018, vor dem schwedischen Parlament gegen die Untätigkeit ihrer Regierung in punkto Klimaschutz zu protestieren.

"Die Schülerinnen und Schüler setzen sich für ihre Zukunft ein, weil es die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker nicht machen. Ihr Protest ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir alle wütend über eine Politik sind, die uns sehenden Auges in die Klimakatastrophe führt", sagt Greenpeace-Sprecher Lukas Hammer. Und weiter: "In Österreich hat die Bundesregierung seit ihrem Amtsantritt vor über einem Jahr keine einzige wirksame Klimaschutzmaßnahme beschlossen, geschweige denn umgesetzt. Ganz im Gegenteil, mit Verkehrsminister Hofer gerät das Klima mit Tempo 140 unter die Räder. Währenddessen sieht die Umweltministerin stillschweigend zu. Die Regierung muss den Klimaschutz endlich als dringende Aufgabe ernst nehmen und die notwendigen Maßnahmen setzen, anstatt ihn wie bisher als stiefmütterliches Randthema abzutun."

In Sachen Klimapolitik läuft in Österreich vieles falsch: Während die Europäische Union ihre Emissionen um 23 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 senken konnte, sind sie in Österreich sogar um mehr als drei Millionen Tonnen gestiegen. Alleine im Verkehr sind die Treibhausgase in Österreich im gleichen Zeitraum um über 73 Prozent gestiegen - das ist rund dreimal so viel wie im EU-Durchschnitt.



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