© Michał Jamro
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Konsortium findet Geschäftsmodell für gemeinschaftliche Energiespeicherung

Machbarkeitsstudie zeigt Wirtschaftlichkeit von kleinen, netzgekoppelten Energiespeicherlösungen

Arnhem, Niederlande - Die Bereitstellung von Netzwerkdiensten für Verteilnetzbetreiber ist eine Schlüsselkomponente für ein finanzierbares gemeinschaftliches Speichersystem. Kleine netzgekoppelte Energiespeicherlösungen - oder "Community Batteries" - können einen tragfähiges Geschäftsmodell haben und das anhaltende Wachstum dezentraler Energieerzeugungsressourcen unterstützen. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer von DNV GL veröffentlichten Machbarkeitsstudie, die auf Arbeiten eines branchenweiten Konsortiums beruht, zu dem die Energiespeicherfirma Alfen und der Flexibilitätsaggregator Peeeks gehören. Die Studie stellt fest, dass - angesichts der aktuellen Kosten für Lithium-Ionen-Batterietechnologie und Netzausbauprojekte - die gemeinschaftliche Speicherung sowohl wirtschaftlich als auch sozial vertretbar sein kann. Darüber hinaus skizziert das Ergebnis einen Entscheidungsrahmen, der Netzbetreibern und anderen Interessengruppen dabei helfen soll, Geschäftsmodelle und Einnahmequellen für die Speicherung in der Gemeinschaft auf jedem Markt zu identifizieren und zu optimieren.

Unterstützung von Netzen bei dezentraler Erzeugung

Dezentrale Energiequellen wie Solarmodule auf dem Dach oder einzelne Windenergieanlagen sind ein wichtiger Teil des Übergangs zu einer nachhaltigeren Energiezukunft. Sie können den Energieverbrauchern helfen, ihre Rechnungen zu reduzieren und zu einem nachhaltigeren Energiemix mit geringeren Treibhausgasemissionen beizutragen. Diese Ressourcen belasten jedoch die lokale Infrastruktur für den Stromvertrieb, die darauf vorbereitet sein muss, Spitzenauslastungen zu bewältigen.


Verteilnetzbetreiber (VNB) können die Kapazität ihres Netzes durch zusätzliche Erdkabel erweitern, was jedoch viel Zeit und Geld kostet. Eine Alternative ist die Installation von Batterien in der Nähe von dezentralen Ressourcen, um überschüssige Energie zu speichern und in das Netz einzuspeisen, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Vorschriften in den meisten Ländern verhindern jedoch, dass der Netzbetreiber diese verteilten Speicherlösungen besitzt. Stattdessen besitzt ein unabhängiger Player die Batterie und verkauft seine Kapazität als Dienstleistung an den VNB und andere Interessengruppen.

 
In dem Bericht werden die Bedingungen und Interessengruppen wie Eigentümer von Eigenheimen, Energieeinzelhändler und Netzbetreiber genannt, die erforderlich sind, um die Speicherdienste in der Gemeinschaft funktionsfähig zu machen. Darüber hinaus zeigt sich, dass ein Multi-Stakeholder-Ansatz Vorteile für alle Beteiligten bringt.

 
Der Gemeinschaftsspeicher: ein Gewinn für alle

Für Verteilnetzbetreiber sind Multi-Stakeholder-Community-Speicherlösungen eine viel günstigere Alternative zur Erweiterung des Netzes. Darüber hinaus können sie viel schneller installiert und in Betrieb genommen werden als neue Netzkapazitäten und mit deutlich weniger Störungen für die lokale Umwelt und Bevölkerung, da keine Kilometer von Straßen zum Verlegen neuer Kabel aufgegraben werden müssen. Für Interessenten, die sich für die Installation und den Betrieb von gemeinschaftlichen Speicherdiensten interessieren, zeigt die Studie, dass langfristige Verträge eine kommerziell interessante Option darstellen, die es möglicherweise leichter machen, Mittel für neue Projekte zu finden. Mittlerweile können Endverbraucher - egal ob privat, gewerblich oder industriell - auf eine zuverlässige und bezahlbare Versorgung mit nachhaltigem Strom vertrauen.

 "Dies ist ein wichtiger Befund für die Energiewende, der zeigt, dass es eine schnelle und kostengünstige Lösung für den Umgang mit Unterbrechungen bei erneuerbaren Energiequellen gibt, die auch für alle in der Wertschöpfungskette wirtschaftlich ist. Diese jüngste Studie, die von Experten des DNV GL in Zusammenarbeit mit einem Konsortium von Branchenführern durchgeführt wurde, zeigt, dass die Batterien der Gemeinschaft den sofortigen Einsatz dezentraler Energieressourcen unterstützen. Sie können heute angewendet werden, ohne auf einen kosten- und zeitintensiven Netzausbau zu warten ", sagte Ditlev Engel, CEO des Energiegeschäfts von DNV GL.


Die neue Studie zeigt nicht nur die Machbarkeit von Energiespeicherlösungen für die Gemeinschaft, sondern beschreibt auch die Faktoren, die eine erfolgreiche Implementierung erschweren. Die Ergebnisse werden in einem Entscheidungsbaum zusammengefasst, der global verwendet werden kann, um festzustellen, ob eine Community-Batterielösung unter bestimmten Umständen potenziell interessant ist. Wenn ein gemeinschaftlicher Speicher eine praktikable Option ist, kann der Entscheidungsbaum auch zur Optimierung von Geschäftsmodellen innerhalb eines Multi-Stakeholder-Ansatzes verwendet werden.

 
Der Bericht steht hier zum Download bereit.


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