© Elionas- Pixabay.com
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Recyling von Batterien für E-Fahrzeuge: Ein Zukunftsthema

Kreislaufwirtschaft beim Auto? Der Automobilrecycling Kongress IARC 2018 widmet sich auch dem Thema Batterien

Zum 18. Internationaler Automobilrecycling Kongress IARC 2018, der im März in Wien stattfinden wird, haben sich bereits mehr als 180 Teilnehmer aus insgesamt 26 verschiedenen Ländern angemeldet.

Christophe Pillot, Direktor, Avicenne Energie, wird auf der IARC 2018 seinen Blick auf den E-Mobility-Markt, insbesondere auf die Zukunft der Batterien, geben. Vor der Konferenz haben wir Christophe Pillot gefragt, wie er die aktuelle Entwicklung auf dem Markt für Elektrofahrzeuge bewertet.

Die Elektromobilität gewinnt immer mehr an Fahrt. In Europa liegt Norwegen mit einem Anteil von fast 40 Prozent aller zugelassenen Pkw an der Spitze. Wann werden Länder wie Deutschland, Frankreich oder Italien ähnliche Zahlen erreichen?

Sie haben Recht, Norwegen ist mit 40% aller zugelassenen Pkw für PHEV und EV führend in Europa, davon sind 21% reine E-Autos. Die durchschnittliche Zulassungsrate für PHEV und EV in Europa betrug 2017 nur rund 2%, 5%, wenn wir Plug-In-Hybridfahrzeuge hinzufügen. Im Jahr 2025 wird es nach einigen Untersuchunge zwischen 10 und 25% reine E-Fahrzeuge geben.



Nun, aus meiner Sicht sind vor allem die Batteriekosten immer noch zu hoch. Der aktuelle Preis liegt bei 200 $ / kwh, das bedeutet 8.000 $ für ein 40 kwh Pack (Renault Zoe), 20.000 $ für ein 100 kwh Pack (Tesla). Die meisten Analysten prognostizieren für die Zukunft einen enormen Rückgang des Batteriepreises. Ob das passieren wird, bleibt abzuwarten. Die Zellmaterialkosten machen mehr als 50% der Gesamtkosten des Batteriepakets aus, und die wichtigsten Kosten sind auf das aktive Kathodenmaterial auf der Basis von Ni, Co, Li, Metallen mit sehr volatilen Preisen zurückzuführen.

Aber die Kosten sind nicht der einzige entscheidende Faktor?

Nein, definitiv nicht. Wichtig ist auch die Batterieleistung, um sowohl die Reichweite als auch die Ladezeit zu erhöhen. Außerdem hängt die Akzeptanz von Elektroautos von der Lebensdauer der Batterie und nicht zuletzt von der Ladeinfrastruktur ab. In diesen Bereichen gibt es noch Raum für Verbesserungen.

Einige Autohersteller bauen ihre eigene Batterieproduktion auf. Batterien werden bereits für das Leasing in Elektroautos angeboten. Wird sich dieser Trend verstärken und die Automobilhersteller letztlich dazu bringen, Batterien selbst zu verarbeiten und zu recyceln?

Einige Autohersteller haben beschlossen, einen Batteriesatz zu machen, andere (BYD, Toyota) die Zelle zu bauen. Aber das Recycling ist ein anderes Geschäft. Wir glauben, dass das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien nicht von Automobilherstellern, sondern von Spezialisten durchgeführt werden wird.

Auf der IARC 2018 wird Christophe Pillot über den E-Mobility-Markt und die Zukunft der Batterien berichten.


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