75. Österreichischer Städtetag: Energieversorgung als wichtiges Thema
Leoben - Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner betonte die Notwendigkeit umfassender Reformen, um Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und leistbare Energie für Haushalte und Industrie langfristig zu sichern. Angesichts des steigenden Anteils erneuerbarer Energien brauche es einen grundlegenden Umbau des Energiesystems und eine Neuordnung der Zuständigkeiten.
Städtebund-Präsident Michael Ludwig forderte, dass Reformen Städte und Gemeinden finanziell entlasten und nach dem Prinzip „Geld folgt Leistung“ gestaltet werden. Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl hob die wichtige Rolle der Gemeinden bei der Umsetzung der Energiewende hervor und sprach sich dafür aus, den Menschen den konkreten Nutzen erneuerbarer Energien stärker zu vermitteln.
Auch die steirische Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom unterstrich die Dringlichkeit von Reformen und verwies auf die Herausforderungen durch hohe Energiepreise und die komplexe Netzstruktur.
Im Rahmen des Gesprächs „Wissen schafft urbane Zukunft“ betonte Montanuniversität-Leoben-Rektor Peter Moser die Bedeutung einer nachhaltigen Versorgung mit kritischen Rohstoffen und leistbarer Energie. Forschungsschwerpunkte seien unter anderem saisonale Wärmespeicher, Wasserspeicher und Tiefenbohrungen, um die Energieversorgung der Zukunft nachhaltig und wirtschaftlich abzusichern.
Heute folgen vier inhaltliche Arbeitskreise zu folgenden Themen:
- Die Zukunft des Wohnens – leistbar, sozial und klimaresilient
- Gemeindekooperationen – erfolgreiche Modelle für Städte und Gemeinden
- Effizienter Energie- und Rohstoffeinsatz im Fokus der Kreislaufwirtschaft zur Erreichung der Klimaziele und
- Digitale Gewalt - analoge Folgen: Handlungsspielräume und reale Verantwortung für Städte und Gemeinden.