59.000 Mal Klimaneutralität erlebt: passathon 2025 bricht alle Rekorde
Im Raiffeisen Forum würdigten Organisator Günter Lang, Josef Plank (BOKU/IG Windkraft) und Robert Pichler (Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative) die Leistungen der Community. Plank betonte in seiner Festrede die Schlüsselrolle von Energieeffizienz und erneuerbaren Quellen: „Sie sind der Weg zu einer gelingenden Energiewende.“
Zweifacher Triumph für Niederösterreich
Der Wettbewerb selbst blieb bis zuletzt spannend. Immer wieder wechselte die Spitze – bis Judith Brocza und Gerhard Allgäuer aus Klosterneuburg innerhalb von nur vier Wochen einen bemerkenswerten Endspurt hinlegten. Beide sammelten alle 775 passathon-Leuchttürme und holten so den Gesamtsieg nach Niederösterreich.
Auch die Trophäenbilanz kann sich sehen lassen: 50 RadlerInnen erradelten über 250 Leuchttürme und sicherten sich damit eine heiß begehrte PASSATHON TROPHY. Gleich 16 Teilnehmende erreichten die Platin-Stufe mit mehr als 500 Objekten.
Den dritten Platz der Einzelwertung holte Anton Draskovits aus dem Burgenland – bei seiner allerersten Teilnahme. Ihm folgten Bernhard Müller (Vorarlberg) und Markus Malzer (Oberösterreich). Die Top-Gruppe zeigte insgesamt eine beeindruckende geografische Breite: von Tirol bis Wien, von Vorarlberg bis Niederösterreich.
Ein besonderer Moment für Regina Jung
Für einen bewegenden Augenblick sorgte das Publikum, als es Regina Jung aus Wien applaudierte. Sie konnte krankheitsbedingt nicht anwesend sein, hatte aber mit 537 Leuchttürmen Großartiges geleistet – trotz Behinderung und der Notwendigkeit eines Spezialrads sowie Niederflurzügen für alle Transfers. Gemeinsam mit den GesamtsiegerInnen Brocza und Allgäuer gewann sie die Teamwertung für Parents for Future.
Nachhaltige Architektur im Fokus
Der passathon macht seit Jahren sichtbar, was klimafreundliches Bauen leisten kann. Unter den 775 diesjährigen Leuchtturmobjekten fanden sich klimaaktiv-Gebäude, Mustersanierungen, Passiv- und Plusenergiehäuser sowie Beispiele aus dem Programm „Raus aus Gas“.
Ihr energetischer Effekt ist enorm: Zusammengerechnet sparen diese Gebäude über 40 Jahre hinweg 11,87 TWh Primärenergie ein – so viel wie elf Donaukraftwerke vom Typ Freudenau in einem Jahr erzeugen.
Österreichweite Gemeinschaftsleistung
Neun Bundesländer, 281 Gemeinden, 775 Leuchttürme
2.559 TeilnehmerInnen, 167.200 geradelte Kilometer
58.872 gesammelte Objekte, 11.874 GWh Einsparungspotenzial
Diese Zahlen zeigen: Klimaschutz ist eine Bewegung, die auch 2025 Menschen aller Altersgruppen motiviert hat – und die Organisatoren Günter und Markus Lang bereits für 2026 anspornt.
Ausblick: passathon 2026
Nach dem passathon ist vor dem passathon. Für das kommende Jahr steht bereits fest:
Wann: März bis September 2026
Wo: In allen neun Bundesländern, 290 Gemeinden
Was: rund 800 Leuchtturmobjekte auf 28 Radrouten über insgesamt 2.300 km
Wie: Navigation & Infos via Österreich radelt-App
Trophy: Punkte pro erradeltem Leuchtturm
Kosten: Teilnahme weiterhin kostenlos
Bis dahin kann man sich beim Winterradeln warmfahren – und vielleicht schon vom nächsten großen Klimamoment träumen. Alle Infos: passathon.at