40 Jahre Umweltbundesamt: Österreichs „Hüterin des Umweltwissens“ feiert Jubiläum
„Seit nun 40 Jahren leistet das Umweltbundesamt unglaublich gute und unglaublich wichtige Arbeit. Nicht nur sammelt es Wissen, sondern leitet daraus auch gleich konkrete, umsetzbare Anleitungen ab. Es empfiehlt, was wir am besten tun sollten, wenn uns etwas an unserer Zukunft liegt“, sagte der Bundespräsident in seiner Ansprache.
Auch Umwelt- und Klimaschutzminister Norbert Totschnig übermittelte aus Brüssel Glückwünsche: „Seit 40 Jahren liefert das Umweltbundesamt verlässlich wissenschaftliche Grundlagen für eine wirksame Umwelt- und Klimapolitik. Gerade angesichts aktueller Herausforderungen bleibt es ein zentraler Partner, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln.“
Wiens Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky hob in seiner Rede die Bedeutung verlässlicher Daten hervor: „Bei Klima- und Umweltthemen ist eine gute Datenlage die Basis für fundierte Entscheidungen mit Weitblick. Das Umweltbundesamt liefert seit 40 Jahren Fakten in höchster Qualität – darauf können wir in der Stadt Wien aufbauen.“
Mit den Gästen feierten auch die beiden Geschäftsführerinnen Hildegard Aichberger und Verena Ehold - die erste weibliche Doppelspitze in der Geschichte des Umweltbundesamts. Sie erinnerten an das große Vertrauen der Bevölkerung in die Einrichtung, das jüngst auch durch eine repräsentative Umfrage bestätigt wurde.
„Wir sind eine unabhängige, wissensbasierte Expert:innen-Organisation und hüten das Umweltwissen Österreichs. Unser Anspruch ist es, gerade in unsicheren Zeiten mit Daten und Fakten Orientierung zu geben und wissenschaftliche Erkenntnisse so zu übersetzen, dass eine nachhaltige Transformation gelingt“, betonten Aichberger und Ehold.
Gegründet wurde das Umweltbundesamt 1985 durch das Umweltkontrollgesetz, seit 1999 firmiert es als GmbH im Eigentum der Republik Österreich, vertreten durch das Umweltministerium. Heute arbeiten mehr als 600 Expert:innen an den Standorten in Wien an Themen wie Luft- und Wasserqualität, Klimaschutz, Biodiversität und Kreislaufwirtschaft.
Das Umweltbundesamt berät das Europäische Parlament, die EU-Kommission, kooperiert mit internationalen Organisationen wie UNEP und OECD und ist in über 200 Netzwerken auf nationaler und internationaler Ebene aktiv.
Im kommenden Jahr steht der Organisation ein weiterer Meilenstein bevor: Die derzeit auf mehrere Standorte im 9. und 20. Bezirk verteilten Mitarbeiter:innen übersiedeln in ein revitalisiertes Gebäude an der Erdberger Lände im 3. Wiener Bezirk.
Mit seiner Arbeit trägt das Umweltbundesamt seit 40 Jahren dazu bei, dass politische Entscheidungen in Österreich und Europa auf einer soliden wissenschaftlichen Basis getroffen werden und bleibt damit, wie es Bundespräsident Van der Bellen formulierte, „eine der wichtigsten Institutionen für unsere gemeinsame Zukunft“.