4 Milliarden Dollar Chance: Neuer Bericht sieht Milliardenpotenzial für E-Auto-Ladeinfrastruktur in Schwellenländern
Der Bericht Market Analysis of Electric Vehicle (EV) Public Charging Infrastructure in Cities untersucht Markttrends, Investitionspotenziale und politische Rahmenbedingungen in den vier Ländern. Er entstand in Zusammenarbeit mit The Climate Pledge und dem Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).
Der weltweite Umstieg auf Elektromobilität geht rasant weiter: Seit 2022 hat sich die Zahl öffentlicher Ladepunkte weltweit mehr als verdoppelt und liegt inzwischen bei über fünf Millionen. Gleichzeitig wächst gerade in Schwellenländern der Bedarf an zuverlässiger Ladeinfrastruktur besonders stark.
In Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Indien stiegen die Verkäufe von Elektrofahrzeugen zwischen 2021 und 2025 von rund 40.000 auf mehr als eine Million Fahrzeuge pro Jahr. Um dieses Wachstum zu unterstützen, müssten bis 2035 insgesamt rund 359.000 öffentliche Ladepunkte entstehen, darunter 214.000 in Indien und 86.000 in Brasilien. Das dafür notwendige Investitionsvolumen wird auf 3,8 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Der Bericht betont, dass Städte trotz nationaler Zuständigkeiten für Strommärkte und Regulierung entscheidende Impulse setzen können. Erfolgreiche Beispiele sind Rio de Janeiro, Bogotá, Mexiko-Stadt und Pune, die kommunale Flächen bereitstellen, den Ausbau mit der Elektrifizierung öffentlicher Verkehrsflotten verknüpfen und Genehmigungsverfahren vereinfachen.
Nach Einschätzung der Autorinnen und Autoren sind gezielte politische Rahmenbedingungen, öffentlich-private Partnerschaften und ein besserer Zugang zu Finanzierung entscheidend, um privates Kapital zu mobilisieren und den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Schwellenländern deutlich zu beschleunigen. Damit könnten nicht nur Klimaziele erreicht, sondern auch neue Arbeitsplätze geschaffen und die Luftqualität in den Städten verbessert werden.
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