30 Jahre Villacher Manifest – 30 Jahre ökosoziales Weltbild
Der ÖNB Steiermark lud zu einer visionären Veranstaltung mit drei hochkarätigen Vortragenden ins Naturhistorische Museum in Wien. Der Anlass war ein zweifacher : Einerseits gilt es 30 Jahre Villacher Manifest zu feiern und andererseits konnte das aktuelle „Grazer Manifest Natur – Kultur„ vorgestellt werden. 1976 hat der Naturschutzbund
mit dem „Villacher Manifest„ eine ökologische Orientierung der Landwirtschaft gefordert – Ein wichtiger Schritt, der damals maßgeblich von Bernd Lötsch mit initiert wurde. Der heutige Generaldirektor des Wiener Naturhistorischen Museums überzeugte in seinem Einführungsreferat durch sein auch nach 30 Jahren völlig ungebrochenes und Gott sei Dank nach wie vor vehementes Eintreten für die Mitwelt und machte auf sechs Kernpunkte ökologischer Entwicklung aufmerksam, die sich die Kultur von der Natur durch simple aber konsequente Nachahmung aneignen muss, soferne sie gegen die absehbare Natur– und Selbstzerstörung des Menschen aktiv werden will. Bekanntermaßen ist das größte Artensterben vom Menschen verursacht und würde die gesamte Erdbevölkerung den gleichen Ökologischen Fußabdruck wie die USA und Europa produzieren bräuchten wir etliche Erdbälle um diese Ressourcen hervorbringen zu können. Trotz all der Anstrengungen in den letzten Jahren ist es leider überhaupt nicht gelungen dem Klimawandel Herr zu werden, den Lippenbekenntnissen diverser internationaler Politiker sind kaum Taten gefolgt und die Situation verschlechtert sich täglich. Lösungsansätze gibt es zahlreiche, sie werden aber nicht umgesetzt. Warum hierzu der politische Wille fehlt, ist wohl eines der Rätsel der Menschheit, das am dringendsten aufgedeckt werden muß. An sich handelt es sich um das "Großprojekt" der "tausend kleinen Schritte". Lauscht man Prof. Bernd Lötschs Ausführungen und versetzt sich in eine ideale Welt, kann man sich mit Leichtigkeit vorstellen hier einem verantwortungsvollem, voll motivierten und einfallsreich kompetenten Umweltminister zuzuhören, der seine Aufgabe ernstnimmt. Warum nutzt unser politisches System solche Kompetenzressourcen nicht ? Wozu leisten wir uns ein politisches System, das nicht fähig ist zum rechten Zeitpunkt verantwortungsvoll zu handeln ? Dr. Josef Riegler sprach in seinem anschliessenden Referat über die Notwendigkeit die Landwirtschaft aus der WTO auszugliedern – ein Thema, das man auch gerne im Wahlkampf zu Ohren bekommen hätte. Das Grazer Manifest "Natur–Kultur" wurde von Prof.DI Dr. Anton Moser vorgestellt. In seiner bewährten herzlich tiefgründigen Sprache vermittelte er den wichtigen ganzheitlichen Ansatz dieses Manifests, dessen Botschaft – sehr komprimiert formuliert – lauten mag : Lernen von der Weisheit der Natur. Im Anschluß kam Senner Joe als mustergültiges Beispiel für die praktische Umsetzung mancher der erhobenen Forderungen zu Wort und referierte über seine erfolgreiche Initiative zur Verbreitung des Gebsen–Käses, eines Spitzenproduktes aus der Bergregion Bregenzerwald. Spätestens beim Verkosten dieses einzigartigen Leckerbissens im prächtigen Rahmen des ehrwürdigen Foyers des Naturhistorischen Museums musste man begreifen, was für qualitätsvolle geistige und leibliche Nahrung der steirische Naturschutzbund da geboten hat.
Daniel Hackenberg für Oekonews
mit dem „Villacher Manifest„ eine ökologische Orientierung der Landwirtschaft gefordert – Ein wichtiger Schritt, der damals maßgeblich von Bernd Lötsch mit initiert wurde. Der heutige Generaldirektor des Wiener Naturhistorischen Museums überzeugte in seinem Einführungsreferat durch sein auch nach 30 Jahren völlig ungebrochenes und Gott sei Dank nach wie vor vehementes Eintreten für die Mitwelt und machte auf sechs Kernpunkte ökologischer Entwicklung aufmerksam, die sich die Kultur von der Natur durch simple aber konsequente Nachahmung aneignen muss, soferne sie gegen die absehbare Natur– und Selbstzerstörung des Menschen aktiv werden will. Bekanntermaßen ist das größte Artensterben vom Menschen verursacht und würde die gesamte Erdbevölkerung den gleichen Ökologischen Fußabdruck wie die USA und Europa produzieren bräuchten wir etliche Erdbälle um diese Ressourcen hervorbringen zu können. Trotz all der Anstrengungen in den letzten Jahren ist es leider überhaupt nicht gelungen dem Klimawandel Herr zu werden, den Lippenbekenntnissen diverser internationaler Politiker sind kaum Taten gefolgt und die Situation verschlechtert sich täglich. Lösungsansätze gibt es zahlreiche, sie werden aber nicht umgesetzt. Warum hierzu der politische Wille fehlt, ist wohl eines der Rätsel der Menschheit, das am dringendsten aufgedeckt werden muß. An sich handelt es sich um das "Großprojekt" der "tausend kleinen Schritte". Lauscht man Prof. Bernd Lötschs Ausführungen und versetzt sich in eine ideale Welt, kann man sich mit Leichtigkeit vorstellen hier einem verantwortungsvollem, voll motivierten und einfallsreich kompetenten Umweltminister zuzuhören, der seine Aufgabe ernstnimmt. Warum nutzt unser politisches System solche Kompetenzressourcen nicht ? Wozu leisten wir uns ein politisches System, das nicht fähig ist zum rechten Zeitpunkt verantwortungsvoll zu handeln ? Dr. Josef Riegler sprach in seinem anschliessenden Referat über die Notwendigkeit die Landwirtschaft aus der WTO auszugliedern – ein Thema, das man auch gerne im Wahlkampf zu Ohren bekommen hätte. Das Grazer Manifest "Natur–Kultur" wurde von Prof.DI Dr. Anton Moser vorgestellt. In seiner bewährten herzlich tiefgründigen Sprache vermittelte er den wichtigen ganzheitlichen Ansatz dieses Manifests, dessen Botschaft – sehr komprimiert formuliert – lauten mag : Lernen von der Weisheit der Natur. Im Anschluß kam Senner Joe als mustergültiges Beispiel für die praktische Umsetzung mancher der erhobenen Forderungen zu Wort und referierte über seine erfolgreiche Initiative zur Verbreitung des Gebsen–Käses, eines Spitzenproduktes aus der Bergregion Bregenzerwald. Spätestens beim Verkosten dieses einzigartigen Leckerbissens im prächtigen Rahmen des ehrwürdigen Foyers des Naturhistorischen Museums musste man begreifen, was für qualitätsvolle geistige und leibliche Nahrung der steirische Naturschutzbund da geboten hat.
Daniel Hackenberg für Oekonews