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30 % der weltweiten Ressourcen werden verschwendet

29.03.2026

Rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden jährlich global weggeschmissen – das entspricht etwa einem Drittel der globalen Anbaufläche 

Kompost-lebensmittelverschwendung.jpg
© Freepik.com

Wien   - Anlässlich des Internationalen Tags der Nullverschwendung am 30. März machen das Ökosoziale Forum und Die Tafel Österreich auf die massiven Folgen von Lebensmittelverschwendung auf Ressourcen, Umwelt, Klima und Gesellschaft aufmerksam. 


Die anderen sind schuld?



Lebensmittelverschwendung entsteht entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Anbau über Verarbeitung und Handel bis hin zur Gastronomie und den Haushalten. Dennoch zeigt sich klar: Der größte Anteil entsteht in privaten Haushalten. In Österreich landen jährlich rund 1,2 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Mehr als die Hälfte davon – etwa 54 Prozent – stammt aus privaten Haushalten. Pro Person sind das durchschnittlich 1,3 Kilogramm pro Woche, also rund 69 Kilogramm im Jahr. Die Gründe für die Verschwendung sind unterschiedlich: Reste, die vergessen werden, es wurde schlichtweg zu viel eingekauft, falsch gelagerte Lebensmittel oder Produkte, die z. B. aufgrund eines missverstandenen Mindesthaltbarkeitsdatums vorschnell entsorgt werden.
 

Unterschätzte Ressourcenverschwendung

 

Werden Lebensmittel nicht genutzt und weggeworfen, obwohl sie zum Zeitpunkt ihrer Entsorgung noch essbar sind oder bei rechtzeitigem Verbrauch genießbar gewesen wären, gehen wertvolle Ressourcen verloren. „Mehr Wertschätzung für Lebensmittel ist entscheidend. Wer den Ressourcen- und Arbeitsaufwand kennt, erkennt auch ihren Wert. Wissen, Transparenz und Regionalität stärken diese Wertschätzung“, plädiert Hans Mayrhofer, Generalsekretär des Ökosozialen Forums Österreich & Europa.


In der EU entfallen rund 12 Prozent des Wasserverbrauchs für Produktion und Konsum auf Lebensmittel, die letztlich im Müll landen. Gleichzeitig verursacht Lebensmittelverschwendung 8 bis 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen – das entspricht etwa dem Fünffachen des gesamten Flugverkehrs.

 

Ressourcenschonung hat neben der ökologischen auch eine klare soziale Dimension: Fast 33 Millionen Menschen in der EU können sich nur jeden zweiten Tag eine ganze Mahlzeit leisten. „In Österreich sind rund 420.000 Menschen von schwerer Ernährungsarmut betroffen, während gleichzeitig tonnenweise Lebensmittel und damit wertvolle Ressourcen im Müll landen“, so Alexandra Gruber, Geschäftsführerin von Die Tafel Österreich.

 

Über das Projekt

Die Tafel Österreich und das Ökosoziale Forum zielen in ihrem gemeinsamen Projekt „Isst das jemand? Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung!“ darauf ab, die Öffentlichkeit für das Ausmaß, die Folgen und den eigenen Beitrag zur Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass jede und jeder etwas dagegen unternehmen kann. Alle Materialien zur Kampagne können direkt bei der Tafel Österreich und dem Ökosozialen Forum bestellt werden. Das Projekt „Isst das jemand?“ wird von Bund, Ländern und Europäischer Union unterstützt.

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