Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz
oekonews banner

240-Millionen-Euro-Dürrepaket: Bund unterstützt Landwirtschaft und beschließt Klimagesetz

21.08.2026

Historische Trockenheit setzt Österreichs Landwirtschaft massiv unter Druck. Die Bundesregierung reagiert mit einem 240-Millionen-Euro-Hilfspaket und verbindet die Soforthilfe mit  Maßnahmen für Klimaschutz und Bodenschutz.

PKDürre.jpg
Marterbauer Totschnig und Bernhard bei der Pressekonferenz © BKA/Florian Schrötter
Österreich erlebt derzeit eine Dürre historischen Ausmaßes: Die vergangenen zwölf Monate waren nach Angaben der Bundesregierung die trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1850. Die Österreichische Hagelversicherung beziffert die Schäden in der Landwirtschaft bereits auf mehr als eine Milliarde Euro. Betroffen sind sämtliche Regionen und praktisch alle landwirtschaftlichen Kulturen.

Die Bundesregierung hat sich nun auf ein Dürre-Hilfspaket im Umfang von 240 Millionen Euro geeinigt. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, Finanzminister Markus Marterbauer und NEOS-Abgeordneter Michael Bernhard präsentierten  heute die Maßnahmen,
 

Mehr Liquidität für betroffene Betriebe 

Im Mittelpunkt stehen vier Maßnahmen, die den landwirtschaftlichen Betrieben kurzfristig finanziellen Spielraum verschaffen. Der öffentliche Zuschuss zur Dürreversicherung wird einmalig erhöht. 2027 steigt der Prämienzuschuss um zehn Prozentpunkte auf 65 Prozent. Dafür stehen insgesamt 50 Millionen Euro von Bund und Ländern zur Verfügung.
 

Weitere 140 Millionen Euro fließen in eine befristete Entlastung bei den Sozialversicherungsbeiträgen. Zusätzlich werden 25 Millionen Euro für Zinszuschüsse bei Betriebsmittelkrediten bereitgestellt. Damit soll ein Kreditvolumen von bis zu 300 Millionen Euro mobilisiert werden, unter anderem für den Ankauf von Futtermitteln, Saatgut und Düngemitteln.
 

Für bestehende Agrarinvestitionskredite sind weitere 25 Millionen Euro vorgesehen. Durch Stundungen sollen Betriebe ihre Rückzahlungen zeitlich strecken und dadurch kurzfristig Liquidität sichern.
 

Besonders angespannt ist die Situation bei der Futterversorgung. Beim Grünland wird mit einem Ertragsrückgang von mindestens 33 Prozent, beim Silomais von mindestens 25 Prozent gerechnet. Gleichzeitig steigen die Preise für Grundfuttermittel.
 

Dürrehilfe wird mit Klimagesetz verknüpft 

Die Einigung geht allerdings über die akute Krisenhilfe hinaus. Gleichzeitig wurde der Weg für ein neues Klimagesetz frei gemacht. Darin soll das Ziel der Klimaneutralität Österreichs bis 2040 gesetzlich verankert werden.

Bis Ende 2027 soll erstmals ein Klimafahrplan der Bundesregierung beschlossen werden. Dieser soll konkrete Sektorziele, Maßnahmen, Zeitpläne und Zuständigkeiten enthalten.

„Die beste Kompensation ist Prävention“, betonte NEOS-Abgeordneter Michael Bernhard. Das Klimagesetz solle gemeinsam mit Maßnahmen zur Klimawandelanpassung langfristig mehr Planungssicherheit schaffen.

Auch beim Bodenschutz soll es vorangehen. Bis Ende 2026 soll ein konkreter Zielpfad entwickelt werden, um die Bodenversiegelung auf 2,5 Hektar pro Tag zu reduzieren.
 

Weitere Umweltgesetze geplant

Neben dem Klimagesetz sollen auch eine Novelle zur Beschleunigung von Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie ein Carbon-Capture-and-Storage-Gesetz zeitnah in Begutachtung gehen.
 

Damit versucht die Bundesregierung, die akute Unterstützung für die Landwirtschaft mit langfristigen Maßnahmen zu verbinden. Angesichts zunehmender Dürreperioden dürfte dabei vor allem die Frage an Bedeutung gewinnen, wie Österreichs Landwirtschaft widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels werden kann.
 

Landwirtschaftsminister Totschnig sieht neben der finanziellen Unterstützung auch die Versicherung als wichtigen Baustein. Ziel sei es, die Zahl der gegen Dürreschäden versicherten Betriebe weiter zu erhöhen. Gleichzeitig werden bereits Anpassungsmaßnahmen wie trockenheitstolerante Sorten, effizientere Bewässerung und nachhaltigere Bewirtschaftungsmethoden gefördert.
 

  • Drucken
  • Empfehlen
21.08.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

„Ihr verhandelt unsere Zukunft“: Fridays For Future protestiert für ein starkes Klimagesetz

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Einigung zu Klimagesetz nach jahrelangem Stillstand

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 6. Oktober 2026, 70.324 Artikel Online

Weitere Themen

  • Direktklage beim Europäischen Gericht gegen Neue Gentechnik-Verordnung (NGT) eingereicht
  • Green Finance Alliance stärkt Netzwerk mit neuer Dialog Partnerschaft
  • Neue Fraunhofer-Studie: Kreislaufwirtschaft spart Millionen Tonnen Ressourcen
  • MDF-Terpentin-Verfahren schafft Sprung auf EU-Ebene
  • Planetary Health Check 2026: Druck auf planetare Grenzen nimmt zu
  • UVP-Novelle: Windkraft fordert schnellere Verfahren -   Umwelt-NGOs und Grüne pochen auf strengere Umweltprüfung
  • Klimanotstand: Neues Scheinklimagesetz entbehrlich – Klimaschutzgesetz bereits in Kraft
  • Mehrwegflaschen: Biertrinker*innen beim Einkauf vorbildlich
  • Breites Bündnis fordert mehr ORF-Aufklärung zur EU-Wiederherstellungsverordnung
  • Österreich bekommt nach sechs Jahren ein neues Klimagesetz
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 3
  • 4(current)
  • 5
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.685 Artikel | Seite 4 von 1.569

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
PKDürre.jpg

Marterbauer Totschnig und Bernhard bei der Pressekonferenz © BKA/Florian Schrötter