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200 Wasserstoffexperten trafen sich in Essen

19.02.2006

Wasserstofftechnik für die Energieversorgung im 21. Jahrhundert

Mehr als 200 Experten diskutierten beim 3. Internationalen Deutschen Wasserstoff Energie Kongress am 15. und 16. Februar in Essen über Entwicklungen und Marktchancen der Wasserstofftechnik – einschließlich der Wasserstoffnutzung mit Brennstoffzellen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über Erdöl– und Erdgasimporte sowie den Kohle– und Kernenergieeinsatz und eine verstärkte Nutzung regenerativer Energieträger in Europa wird der Wasserstofftechnik für die mittel– bis langfristige Energieversorgung eine besondere Bedeutung zugemessen. Veranstalter des Kongresses sind die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, der Deutsche Wasserstoff– und Brennstoffzellen–Verband e.V. und die E–world energy & water GmbH.
Tagungsleiter Prof. Bernd Höhlein von der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW : "Wasserstoff wird ein wichtiger Baustein im Energiemarkt der Zukunft sein. Erste Versorgungscluster mit der erforderlichen Infrastrukturtechnik – Erzeugung, Verteilung, Tankstelle und/oder Abfüllstation – werden bald entstehen und diese lassen sich später vernetzen. Die Einführung des Wasserstoffs in den Energiemarkt mit Brennstoffzellensystemen als Schlüsseltechnologie ist langfristig nur zu erreichen, wenn sich frühe Märkte finden. Erste kleine Brennstoffzellen–Pkw–Serien auf der Basis von Wasserstoff sind schon heute weltweit in der Erprobung durch Kunden; ein erster Markt könnte um 2010 entstehen. In der stationären und portablen Brennstoffzellenanwendung spiegeln zahlreiche Demonstrationsanlagen und Feldtests den Entwicklungsstand von Brennstoffzellensystemen wider. Investitionsbedarf besteht für die Wasserstoff–Infrastruktur sowie für die Entwicklung und Fertigungstechnik der Brennstoffzellentechnologie, insbesondere hinsichtlich der Lebensdauer und der Kosten."
Dr. Klaus Bonhoff, Leiter Demonstrationsprojekte und Marktentwicklung in der Brennstoffzellenantriebsentwicklung bei der DaimlerChrysler AG in Stuttgart, erläuterte, dass für die erfolgreiche Einführung von Brennstoffzellenfahrzeugen das koordinierte Engagement aller Beteiligten aus Politik, Wissenschaft und Industrie notwendig ist. Die Umsetzung der nächsten Schritte erfordert neue Formen der Zusammenarbeit, um finanzielle Ressourcen zu bündeln, Doppelarbeit zu vermeiden und administrative sowie bürokratische Hürden zu verringern. Dr. Klaus Bonhoff: "Für die nächsten zehn Jahre ist ein fokussiertes Programm notwendig, das die Aktivitäten der Europäischen Union, nationaler und regionaler Programme sowie der Industrie zusammenbringt."
Dr. Joachim Wolf, Executive Director "Hydrogen Solutions" bei der Linde AG in München, stellt fest: "Elektrischer Strom ist der edelste Energieträger den wir nutzen, der sich aber leider nicht in dem Maße speichern lässt, wie wir uns das wünschen. Wasserstoff ist speicherbarer Strom. Er ist der Energieträger der Zukunft, der uns insbesondere im automobilen Bereich unabhängig machen wird von fossilen Brennstoffen, die die Umwelt nachhaltig belasten. Wasserstoff als Kraftstoff einzusetzen, macht deshalb auch dann am meisten Sinn, wenn er zunehmend aus erneuerbaren Primärenergien bzw. CO2–neutral hergestellt wird. Wir leben bereits in einer Welt, in der Wasserstoff in großen Mengen eingesetzt wird, ob als chemisches Element in fast allen Industriezweigen, oder auch zur Entschwefelung unserer konventionellen Kraftstoffe. Basierend auf den Erfahrungen mit einer bewährten „existierenden industriellen Wasserstoff–Infrastruktur„ und dem Blick auf geeignete Produktionsmethoden mit hoher Effizienz, entwickelt Linde schon heute die erforderlichen Technologien für eine „zukünftige öffentliche Wasserstoff–Infrastruktur„."
Alexander Dauensteiner, Leiter Produktmanagement Brennstoffzellen der Vaillant GmbH in Remscheid, zeigte die Bedeutung und den Stand der Entwicklung von Brennstoffzellen–Heizgeräten als Zukunft der Mikro–Kraft–Wärme–Kopplung auf: "Die Hersteller und ihre Partner haben inzwischen weit mehr als 100 Brennstoffzellen–Heizgeräte in europäischen Feldtests erprobt. Dabei wurde viel erreicht und wichtige Fortschritte erzielt. Nach wie vor gibt es jedoch noch erheblichen Entwicklungsbedarf. Dies darf aber nicht dazu führen, die Brennstoffzellen–Technologie in der Hausenergienversorgung insgesamt in Frage zu stellen. Auch andere Technologien haben sich, trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Rückschläge, letztlich erfolgreich im Markt durchgesetzt. Hersteller, Energieversorgungsunternehmen und das Fachhandwerk sind nach wie vor von der Zukunft dieser innovativen Technologie überzeugt." Alexander Dauensteiner abschließend: „Letztlich ist für den Erfolg europäischer Unternehmen im globalen Wettbewerb ein Bekenntnis zu umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Technologie– und Produktentwicklungen erforderlich. „Nur billig„ können andere besser!"
Begleitend zum Wasserstoff–Kongress zeigte in einer Ausstellung auf der "E–world energy & water" 2006 die Automobilindustrie neue Wasserstoff–betriebene Kraftfahrzeuge, die Wasserstoffindustrie verbesserte Elemente einer Wasserstoffbereitstellung und die Brennstoffzellenentwickler erste Entwicklungen.
Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
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19.02.2006 | Autor*in: holler
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