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15 Jahre nach Fukushima – Städtenetzwerk CNFE: „Japans Rückkehr zur Atomkraft ist ein Irrweg!“

09.03.2026

Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und die Wiener Umweltanwaltschaft laden am 11. März 2026 zum Webinar über aktuelle Entwicklungen im Nuklearbereich ein

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AKW FukuSHIMA © SRE

Wien - Fünfzehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist die weltweite Atomdebatte aktueller denn je. Das Unglück im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im März 2011 hat eindrücklich vor Augen geführt, dass selbst in einem hoch technologisierten Industrieland Restrisiken nicht beherrschbar sind. Die langfristigen ökologischen, gesundheitlichen und ökonomischen Folgen sind bis heute spürbar, für die betroffene Bevölkerung ebenso wie für die öffentliche Hand.

Als Reaktion auf Fukushima: Europas Städte formieren sich gegen Atomkraft


Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2011 das Städtenetzwerk Cities for a Nuclear Free Europe (CNFE) gegründet. Ziel ist es, die Interessen europäischer Städte zu bündeln und sich auf kommunaler Ebene konsequent für einen Ausstieg aus der Kernenergie einzusetzen. Heute vereint das Netzwerk 32 Großstädte mit rund 14 Millionen Einwohner*innen. Den Vorsitz führt Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

„Fukushima hat gezeigt, dass der Einsatz von Atomkraft reale, generationenübergreifende Konsequenzen hat. Wer heute erneut auf Atomkraft setzt, blendet Sicherheitsfragen, ungelöste Endlagerprobleme und massive Kostenrisiken aus“, betont Jürgen Czernohorszky.

Besonders kritisch sieht er die jüngsten Bestrebungen Japans, wieder verstärkt auf Atomenergie zu setzen. „Die Rückkehr zur Atomkraft ist kein Fortschritt, sondern ein energiepolitischer Irrweg. Nachhaltige Energiepolitik bedeutet in Effizienz, Speichertechnologien und erneuerbare Quellen zu investieren und nicht in Hochrisikotechnologien des vergangenen Jahrhunderts.“



Webinar am 11. März: 15 Jahre Fukushima - Gezogene und nicht gezogene Lehren



Anlässlich des 15. Jahrestages der Katastrophe von Fukushima veranstalten die Wiener Umweltanwaltschaft und CNFE am 11. März 2026 ab 10:00 Uhr ein öffentlich zugängliches Webinar zu aktuellen Entwicklungen im Nuklearbereich. Gemeinsam mit Partnerorganisationen werden auch neue wissenschaftliche Studien vorgestellt, die von der Wiener Umweltanwaltschaft und der Stadt Wien – Umweltschutz in Auftrag gegeben wurden. Ergänzend wird auch ein neues Video präsentiert, das die Konsequenzen eines Kernunfalls veranschaulicht und in Kooperation mit Global 2000 erstellt wurde.

„Wissenschaftliche Evidenz muss Grundlage energiepolitischer Entscheidungen sein. Gerade 15 Jahre nach Fukushima ist es unsere Verantwortung, Risiken transparent zu benennen und nachhaltige Perspektiven aufzuzeigen“, so Iris Tichelmann, Wiens Umweltanwältin.

Das detaillierte Programm sowie der Zugangslink (Zoom) sind auf der Website der Wiener Umweltanwaltschaft abrufbar: Einladung zum Online-Webinar „15 Jahre Fukushima“ am 11.3.2026

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